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Billys packende Abenteuer-Roman-Trilogie


Eine Würdigung lehrreicher Bücher, die die Gesetze und Gebote des Lebens selbst widerspiegeln und in denen der aufmerksame und mitfühlende Leser - Frau, Mann oder Kind - ungeheure Werte der wahren Menschlichkeit finden kann.


Auszug aus Billys Abenteuerroman «Atlanta», Seite 230:
„Er war ein Mann, ungeheuer bitter und erbarmungslos im Zorn seiner Rache gegen das Verbrechen. Doch er war ein Mensch, unwahrscheinlich gefühlvoll, weich und zart in seinen Empfindungen, ein loderndes Feuer der Liebe für das Recht und den sauberen, ehrlichen Menschen. Er wusste jeden so zu behandeln, wie er es verdiente. Dem Verbrecher antwortete er mit Gewalt, Tod und Verderben und dem sauberen, ehrlichen Menschen gab er Hilfe, Güte, Liebe, sein ganzes Herz - und notfalls sein Leben. Und es war erst wenige Stunden her, dass er mehr denn zwanzig gewissenlose Neonazis und pakistanische Banditen, gewissenlose Mordbrenner und Mörder, kalt und ohne menschliche Regung, jedoch in effektiver Notwehr abgeknallt hatte. Gnadenlos jagte er ihnen das heisse Blei in die Brust, schleuderte sie hinaus aus ihrem verpfuschten und mordgierigen Dasein, jagte sie in Sekundenschnelle in die lodernde Hölle, beförderte sie vom Leben zum Tod. Gnadenlos, erbarmungslos - ohne jede Barmherzigkeit.
Er war derselbe Mann, der nun vor dem Flugzeug in der Hocke sass, an ihn geschmiegt das kleine Mädchen, das er fest an sich gepresst hielt, wobei er hilfloser als dieses Kind war.
Sein verschleierter Blick verlor sich irgendwo in der unendlichen Weite des dunstigen Blaus des Abendhimmels. Er gewahrte nicht, dass die drei Frauen zu ihm traten, vor ihm stehenblieben und ihn anblickten. Er hörte nicht, wie sie sich leise unterhielten und sah nicht das versteckte Leuchten in ihren Augen. Er fühlte nur den wehen Schmerz in seinem Herzen und den würgenden Kloss im Halse. Das kindliche Vertrauen, seine bedingungslose Liebe und dessen Offenbarung übermannten ihn, machten ihn zum hilf- und wehrlosen Wesen.
Die drei Mädchen blickten in sein zuckendes Gesicht, sahen den verdächtigen feuchten Glanz in seinen Augen. Und sie sahen, wie er krampfhaft den Arm um das Kind presste, das sich in seinem unschuldigen Wissen und seiner kindlichen Erkenntnis, dass dieser Mann gut war und es immer beschützen würde, bedingungslos vertrauend an ihn schmiegte."


Ich muss zugeben, ohne mich dessen zu schämen, dass mir nicht nur an dieser Stelle des Buches «Atlanta», dem letzten von Billys Abenteuer-Krimi-Trilogie, die Tränen der Rührung in die Augen schossen und ich von den tiefen Gefühlen überwältigt wurde, die hier beschrieben werden. Der Doppelroman «Das Phantom / Mädchenhändler» und «Fahr zur Hölle Gelion / Kraft des Gesetzes» erzählt zuvor von den Abenteuern Gelions, die er durchzustehen hat, ehe er Atlanta begegnet. Alle drei Bände las ich jeweils zum wiederholten Male ‹scheibchenweise› in der Strassenbahn auf dem täglichen Weg zur Arbeit, wobei mich das in meinen Gedanken und Gefühlen miterlebte Geschehen so stark fesselte, dass die Zeit wie im Flug verging und mir die 15 Minuten Fahrzeit zu gefühlten 5 Minuten zusammenschrumpfen liessen. Bedauerlicherweise musste ich mich, am Ziel angekommen, jeweils von der Lektüre der mich so fesselnden Geschichten losreissen. Die Romane sind weit mehr als nur mitreissende Abenteuer ohne realen Hintergrund, wie man vielleicht glauben könnte, wenn man den Autor BEAM nicht kennt. Billy beschreibt mit klaren, lebendigen und ausdrucksstarken Worten und Sätzen die harten Kontraste im Leben des Helden GELION, der im Kampf gegen das Verbrechen, gegen Unrecht, Gewalt, Vergewaltigung, Mädchenhandel, Folter, Totschlag und Mord viele Höhen und Tiefen durchwandert und dabei quasi den Himmel und die Hölle erlebt. Man spürt, dass darin Billys eigene Erfahrungen und Erlebnisse mit hinein verarbeitet sein müssen und aus allem leuchten grosses Wissen, Wahrheit, Weisheit und tiefe Liebe hervor. Im krassen Gegensatz zu den entmenschlichten Verbrechern und ihren Taten, strahlen wie das Licht der Schöpfung selbst die in die Wirklichkeit und in das Leben umgesetzten hohen Werte der bedingungslosen freundschaftlichen Liebe zwischen Gelion und den Menschen hervor, die die naturgesetzkonforme Art des Denkens und Fühlens mit ihm teilen. Im Bunde ihrer reinen, unbefleckten und absolut unzerbrechlichen Freundschaft schämen sich die Freunde nicht ihrer Gefühle, ihrer Tränen und ihres gemeinsamen Glückes. Das unzertrennliche Band wahrer Freundschaftsliebe verbindet sie miteinander, wodurch sie in ihren Gedanken, Gefühlen und Empfindungen zu einer unzertrennlichen Einheit verschmelzen, deren Bande nicht einmal der Tod trennen kann.
Gelion ist es durch eine harte Selbstschulung und einen ebenso harten inneren Erkenntnisprozess hin zur Weisheit gelungen, jede falsche Humanität gegen gewissenlose, mordbrennende, menschenverachtende und lebensunwerte Bestien in Menschengestalt in sich auszuschalten. Durch Logik und das konsequente Umsetzen der schöpferisch-natürlichen Gesetze und Gebote befähigt er sich, mit eiserner Faust gegen das Böse zu kämpfen, es hinter Schloss und Riegel zu bringen, oder es - wenn es die absolute Notwehr erfordert - gnadenlos aus dem Leben zu befördern.
Doch Gelion wäre nicht der Mensch, der er ist, wenn nicht die andere Seite in ihm genauso stark und bedingungslos ausgeprägt wäre, nämlich die unzerbrechliche Liebe und Treue allen Menschen gegenüber, die sich aus dem Leben und den Werten der wahren Menschlichkeit gegenüber als würdig erweisen. Ihnen schenkt er seine uneingeschränkte Freundschaft, seinen Schutz und seine Hilfe, wobei er das Äusserste von sich abverlangt und all seine Kräfte in die Waagschale wirft, wenn es darum geht Leben zu schützen und zu bewahren, das gut und wertvoll ist.
Eisige Schauer des Entsetzens liefen beim Lesen durch meinen Körper, wenn furchtbare Verbrechen beschrieben wurden, begangen von bestialischen Kreaturen, die nur noch äusserlich etwas mit Menschen gemein hatten. Und wohlig warm und weit wurde es mir in der Brust, wenn zwei Menschen das Glück der innigen Freundschafts- oder Bündnisliebe miteinander teilten und sie sich im Gefühl der sie verbindenden wahren Liebe sonnten. Liebe, nach der sich jeder Mensch im tiefsten Inneren sehnt und wie er sie in sich selbst erschaffen muss, wenn er sie wirklich erleben will.    
Sicher, die Figur des Gelion ist natürlich nicht identisch mit Billy selbst und die Romane sind von ihm nicht autobiographisch verfasst worden. Dennoch ist es für die Menschen, die Billy kennen, unübersehbar, dass Gelions Wesensart viele wertvolle Qualitäten Billys widerspiegeln und er zahlreiche Erlebnisse und Abenteuer aus seinem ungewöhnlichen Leben in die Abenteuer seines Helden eingearbeitet haben muss. Jeder Mensch, der unvoreingenommen und mit offenen Gedanken und Gefühlen diese Romane an sich heranlässt, wird an vielen Stellen von der unglaublich realen Spannung, der Gefühlstiefe und dem Mass an Lehrreichem, an Weisheit und Liebe überrascht und erschüttert sein, die ihm die Lektüre dieser Romane vermittelt.             
Die Abenteuergeschichten erzählen auch von Gelions tiefem Verständnis für das Wesen der Männer, Frauen und Mädchen, denen er begegnet und für die er zum besten Freund wird, den man sich nur vorstellen kann. Seine Freunde teilen die Natur-Lebensphilosophie, die sie erst durch ihn richtig kennen- und schätzen lernen, vor allem weil er sie ihnen durch seine Wesensart und sein in allen Lebenslagen korrektes und zielsicheres Denken und Fühlen beispielhaft vorlebt. Gelion bewundert die weibliche Intuition und Feinfühligkeit und den natürlichen Sinn der Frauen und Mädchen für das Schöne, für wahre Freundschaft, für die Liebe und ihren Drang nach Harmonie und wahrer Menschlichkeit. Er bewundert offen und ehrlich die Anmut und Schönheit des weiblichen Körpers, den er einfach in seiner naturgegebenen Schönheit anerkennt, ohne dass dabei Gedanken unerlaubter sexueller Lust in ihm aufkommen würden. Gelion weiss um die absolute Gleichwertigkeit des weiblichen und männlichen Geschlechts und er verkörpert einen Mann und Menschen, der die weibliche Natur versteht und der durch  seine ausgeprägte Menschenkenntnis und sein Feingefühl ein tiefes Verständnis der weiblichen Psyche hat. Er ist den ihm verbundenen Frauen und Mädchen eine Art von Freund und Vertrauter, den sie sich zuvor nicht einmal in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnten, ein Mann ohne Falschheit und voller freundschaftlicher Treue. Gelion lehrt die Menschen, die auf ihn hören und ihn verstehen wollen, dass sie restlos für alles und jedes in ihrem Leben selbst verantwortlich sind, weil auch das Leben des Menschen in die harten und unerbittlichen, aber gerechten und weisen Gesetze der Natur und des Lebens selbst eingeordnet ist, denen er sich niemals entziehen kann. Von ihm lernen sie, sofern sie es noch nicht durch eigenes Denken ergründet haben, dass es keinen übergeordneten Gott und sonst keine Macht gibt, die über dem Menschen steht und ihm vorschreibt, was er zu tun oder zu lassen habe und der sie für seine Taten belohnen oder bestrafen würde. Diese Wahnideen geistern eben nur in den Köpfen der Menschen herum, die noch von den Irrlehren der sie  versklavenden Religionen und Ideologien eingenommen sind, von denen sie sich noch nicht lossagen können.
Trotz seiner Härte und Unerbittlichkeit dem Bösen und Ausgearteten gegenüber gibt Gelion jedem Menschen, der sein Leben bis anhin falsch gelebt hat, eine zweite Chance, wenn er erkennt, dass ein Mensch nicht aus selbst verschuldeter Bösartigkeit zum Verbrecher wurde, sondern durch eine harte Jugend oder durch schlimme Umstände in eine Situation geraten ist, durch die er sich zu seinen Verfehlungen hat hinreissen lassen. Wenn dieser Mensch aufrichtige Reue für sein bisheriges falsch gelebtes Leben in sich fühlt und sich selbst von Grund auf zum Guten ändern will, dann weist Gelion ihm resp. ihr den richtigen Weg der Rechtschaffenheit und hilft ihm/ihr dabei, ‹Falsch und Richtig› resp. ‹Gut und Böse› voneinander zu unterscheiden, das alte falsche Leben hinter sich zu lassen und fortan gut und rechtschaffen zu leben.


Die Trilogie erzählt auch vom schmerzlichen Verlust lieber Menschen durch einen gewaltsamen Tod und die Ohnmacht, in die ein Mensch erstlich verfällt, wenn ihm ein geliebter Mensch durch die Klauen des Todes entrissen wird. Billy beschreibt am Beispiel Gelions die würgende und alles betäubende Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen, die er aus eigener Kraft verarbeiten und überwinden muss um sein Leben weiterführen zu können. Denn weiterzuleben und für das Gute zu kämpfen ist einfach seine Pflicht sich selbst und dem Leben gegenüber. Daher muss der Mensch auch dann weiterleben wollen, auch wenn die gemeinsamen Erlebnisse mit dem Vestorbenen, die geteilte Freundschaft und die Liebe nur noch in seiner Erinnerung und in seinem Herzen weiterexistieren.
Der Romanheld Gelion ist Abenteurer, Privatdetektiv und eine Art von Supermann in Personalunion. Er ist aber zugleich ein Romantiker und ein Träumer, der zu gegebener Zeit sein Bewusstsein in den unendlichen Gefilden des Sternenhimmels versinken lässt, um in seinen Träumen zu schwelgen oder einfach im Denken und Fühlen mit der Harmonie der Schöpfung eins zu werden. Er weiss darum, dass Tagträume für die Ausgeglichenheit der Psyche wichtig und notwendig sind, dass sie die Kreativität fördern und der Mensch sich in ihnen erholen kann.
Auch skurrile und humorvolle Szenen kommen in den Romanen nicht zu kurz, die einfach so komisch sind, dass nicht nur die Romanfiguren sich vor Lachen auf die Schenkel klopfen, sondern auch man selbst als Leser zumindest schmunzeln oder einfach herzhaft lachen kann.
Gelion lebt in allem, was er sagt und was er tut, wahre Menschlichkeit vor, er kämpft durch seine Worte und seine Taten unermüdlich gegen das Unrecht, gegen Verblendung, Ausbeutung, Intoleranz, Hass, gegen das Verbrechen und alles Böse im Menschen. Er führt seinen Kampf mit grosser Kraft und Stärke und in unbedingter Treue zu allen hohen Werten wahrer Menschlichkeit. Er kämpft für die Liebe, den Frieden und die Harmonie unter den Menschen, wodurch die Menschen, die seinen Weg kreuzen, zu begreifen beginnen, dass der tiefe Lebenssinn darin liegt, diese hohen menschlichen Werte in sich selbst zu verwirklichen, sie zu leben, zu bewahren und stetig höher zu entwickeln. Dadurch erfassen immer mehr Menschen den wahren Sinn des Lebens und beginnen aus eigener Erkenntnis und freiem Entschluss danach zu leben.                  
Sicher, Gelion ist ‹nur› eine Romanfigur und in manchen Dingen vielleicht überzeichnet und er bleibt selbstverständlich eine Phantasiegestalt. Dennoch bin ich mir sicher, dass Billy viele Fähigkeiten, das Können und Wissen, die Weisheit, die Menschlichkeit und die Liebe, die er in sich verkörpert, in die Figur des Gelion hineingelegt hat.
Heute kämpft Billy nicht mehr als Abenteurer ähnlich dem Romanhelden Gelion in der weiten Welt für Recht und Gesetz, wie er es in seiner bewegten und abenteuerlichen Zeit als Weltenbummler getan hat. Heute kämpft er den Kampf gegen die Dunkelheit und für das Licht der Wahrheit durch sein umfangreiches und unschätzbar wertvolles Geisteslehrewerk und zugleich durch sein Vorbild an Menschlichkeit, Verständnis, Vertrauen, Liebe, Frieden, Harmonie und Redlichkeit in allen Dingen, die er Tag für Tag vorlebt - als wahrer Mensch im besten Sinne des Wortes.    


Achim Wolf            


(Veröffentlicht in FLD-aktuell, Ausgabe 4, Dezember 2012)