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Das Schöpfungsbewusstsein


Der Mensch ist ständig mit der Schöpfung verbunden; die Schöpfung ist sein Ursprung, seine Heimat, seine wahre Natur und sein Ziel.
Das alles ist leicht gesagt. Aber was bedeutet es wirklich, diesen Weg bewusst zu beschreiten und die schöpferische Allgegenwart zu einem lebenden, innerlich greifbaren und fühlbaren Faktor im Leben werden zu lassen? Das theoretische Wissen darum allein genügt bei weitem nicht. Erst das Denken im schöpferischen Sinne, auf dem Geleise der schöpferisch-natürlichen Gesetze und Gebote macht das Leben zu einem wirklichen Leben, das diesen Namen auch verdient. Gelingt es nicht, dieses wahrheitliche Leben zu verwirklichen, dann bleibt der Mensch im geistig-bewusstseinsmässigen Sinne ein toter Mensch, der sich durch die Dunkelheit seines Nichtwissens von seiner ursprünglich gegebenen Bestimmung entfernt.


Der Mensch ist als OMEDAM «Gesetzerfüller» der schöpferischen Richtlinien im Auftrage des Universalbewusstseins. Führt er diesen Auftrag nicht bewusst aus im Rahmen seiner jeweiligen Evolutionsstufe und persönlichen Möglichkeiten, dann ist er gleich einem Baum, der keine Früchte trägt und sich haltlos und mit schwachen Wurzeln in die Erde krallt, um beim ersten Windstoss wie ein morsches und hohles Gebilde in den Staub zu sinken und der Nutzlosigkeit zu verfallen. Wenn der Mensch jedoch fest im Erdreich der Schöpfung verwurzelt ist, bildet er starke und blühende Zweige und reiche Früchte, wodurch er den geistigen und bewusstseinsmässigen Samen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben vermag.
Das Denken erhebt den Menschen über die Tier- und Pflanzenwelt, sobald er den Standpunkt des rein materiell orientierten «pflanzlichen» Lebens hinter sich lässt und das Leben im Geiste mit dem klaren Bewusstsein der hohen menschlichen Bestimmung zu verwirklichen beginnt.


Das OM sagt dazu in Kanon 43, Verse 105-107: «Nur im menschlichen Denken ist sein Leben von der Schöpfung getrennt, wenn der Mensch überhaupt von Leben reden darf, weil er ja nicht sein ganzes Leben bewusst verwirklicht und geniesst. Aber es ist wirklich so: In der Schöpfung lebt und webt und wirkt und ist der Mensch. In Wahrheit ist der Mensch niemals etwas anderes gewesen und kann niemals etwas anderes sein als schöpferisches SEIN.»
Der Prophet der Neuzeit, und davor alle wahrlichen Propheten in der direkten Reinkarnationslinie bis zu ihm, waren und sind Mensch wie wir. Aber dadurch, dass sie eines Tages in längst verflossener Zeit angefangen haben, ernst zu machen mit dem schöpferischen Denken, sind sie zu Kündern der Geisteslehre geworden - und Billy zu dem, was er heute ist: Ein durch eigenen Willen und eigene freie Bestimmung im steten Bewusstsein der Schöpfung und ihrer Allmacht geformtes Gefäss und Sprachrohr der schöpferischen Wahrheit. Die Propheten haben die schöpferische Wahrheit in sich verwirklicht; das ist im OM, Kanon 61, Vers 64 beschrieben: «Die wahrliche Wahrheit lebt von der Gewissheit, dass die Schöpfung immer und überall voller Liebe gegenwärtig ist.»


Jeder einzelne Mensch hat die gleichen Möglichkeiten in sich. OM, Kanon 43, Verse 149 und 150: «Durch das Denken nämlich findet der Mensch das Reich der Schöpfung und gelangt dadurch zur bewussten Verwirklichung des schöpferischen Zustandes in sich. So schafft er für sich ein völlig neues Leben, einen neuen Himmel und eine neue Erde, und das, indem er in seinem irdischen Leben das Leben der Schöpfung verwirklicht.»


Der Weg zum Schöpfungsbewusstsein ist der, in Gedanken ununterbrochen in der schöpferischen Allgegenwart zu verweilen und sich der Macht des eigenen Geistes bewusst zu sein, der das eigentliche unsterbliche innere Wesen des Menschen ist. Die Langform des Gebetes «Mein Geist, der du bist in Allmacht …» bietet dafür einen Leitsatz an, den sich der Mensch jederzeit ins Bewusstsein rufen kann: … «Denn deine Allmacht soll bewusst in mir sein; die Kraft deines Könnens und des Wissens im Absolutum für die Dauer aller Zeiten.»


(Veröffentlicht in "Stimme der Wassermannzeit" Nr. 123 vom Juni 2002)