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Die Macht der Träume oder Warum Träume so wichtig sind


Der Schlaf und die Träume spielen im Leben des Menschen eine sehr wichtige Rolle. Beide sind zur Erhaltung seiner körperlichen, psychischen und bewusstseinsmässigen Gesundheit und für die Evolution des Menschen unverzichtbar. Der Mensch sollte ihnen daher die gebührende Aufmerksamkeit schenken und sich aufmerksamer und bewusster mit den Inhalten seiner Träume auseinanderzusetzen. Sie sind Produkte der Unbewussten-Formen und Unterbewusstseins-Formen und dienen nicht nur der Ausgleichung, Erholung und Stärkung seiner bewusstseinsmässigen Potenzen, sondern können auch als eine Art Zwiegespräch zwischen den Bewusstseinsformen betrachtet werden, wenn sich der Mensch in seinem Tagesbewusstsein mit ihnen beschäftigt und ihre Bedeutung zu ergründen sucht. Zwar laufen die Träume auch ohne bewusstes Zutun ab, doch steckt in ihnen ein meist unbeachtetes Potential, durch dessen Nutzung der einzelne Mensch sehr viel über sich und das Leben lernen könnte.
Träume sind wahrlich kein unbedeutendes Nebenprodukt der menschlichen Bewussteinsformen, sondern ein lebens- und überlebensnotwendiges Regularium für das „System Mensch". Entzöge man einem Menschen den Schlaf und die Träume, dann wäre er damit zum Tode verurteilt.


Zitat aus GL-Brief Nr. 130:
„Träume sind keine Schäume, wie allgemein angenommen wird, und also sind sie keine Abfallprodukte, denen keinerlei Bedeutung beigemessen werden soll. Wahrheitlich sind Träume nämlich Faktoren der Verarbeitung aller jener Dinge, deren der Mensch nicht in der Lage ist, diese im Wachzustand zu verarbeiten und zu lösen. Träume wirken wie ein Katalysator, denn wie ein solcher die Abgase von umweltschädlichen Stoffen reinigt, so wirken auch Träume auf unverarbeitete und das Bewusstsein sowie dessen Unbewusstes und auch das Unterbewusstsein belastende Stoffe, wie Daten, Erlebnisse, Impulse und Regungen usw. usf. Wäre dies nicht der Fall, dass eben dies durch die Träume geschieht, dann würde das Unverarbeitete des Bewusstseins sowie dessen Unbewusstes und das des Unterbewusstseins eine Überlastung schaffen, durch die das Bewusstsein und dessen Unbewusstes sowie die Psyche schweren Schaden nähmen. Würde daher ein Mensch (und auch andere Lebensformen, wie z.B. Tiere) nicht träumen und dadurch das im Wachzustand Aufgenommene und Unverarbeitete nicht durch die Träume verarbeitet, dann würden die Psyche und das Bewusstsein derart gestört, dass eine Zerstörung daraus resultieren würde, die schlussendlich dann den Tod zur Folge hätte."


Dass Träume keineswegs Schäume sind, hat inzwischen auch die Wissenschaft erkannt, die sich seit längerem eingehend mit den Phänomenen des Traumes befasst und diese systematisch untersucht.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Erforschung des REM-Schlafes, den die freie Enzyklopädie Wikipedia wie folgt beschreibt.


„Als REM-Schlaf (REM, engl. Rapid Eye Movement), auch paradoxer Schlaf oder desynchronisierter Schlaf wird eine 1953 von Eugene Aserinsky und seinem Professor Nathaniel Kleitman an der University of Chicago entdeckte Schlafphase bezeichnet, die durch schnelle Augenbewegungen, einen niedrigen Tonus der quergestreiften Muskulatur (Herz, Zwerchfell und Augenmuskeln bleiben ausgespart) und ein bestimmtes Aktivationsmuster im EEG - Betawellen mit einer Frequenz von 13 bis 30 Hz - gekennzeichnet ist.
Bei Erwachsenen nimmt der REM-Schlaf etwa 20 % bis 25 % des Schlafes ein. Dabei wird zu Beginn der Nacht nur wenig Zeit im REM-Schlaf verbracht, zum Ende der Nacht nehmen Frequenz und Ausdehnung zu. Die meisten Träume finden in dieser Phase statt, wobei ein Zusammenhang zwischen Augenbewegungen und Blickbewegungen (siehe Scanning-Hypothese) im Traum noch nicht umfänglich nachgewiesen werden konnte. 1960 konnte empirisch belegt werden, dass auch im Non-REM-Schlaf (auch NREM-Schlaf) Träume vorkommen, diesen schreibt der Träumer selbst jedoch eine geringere subjektive Bedeutung zu.
Bis um das achte Lebensjahr verringert sich die Zeit der REM-Phase von neun Stunden (nach der Geburt) auf ca. zwei Stunden. Danach gibt es keine größeren Veränderungen in der Dauer dieser Phase."
(Quelle: "http://de.wikipedia.org/wiki/REM-Schlaf"


Im Geisteslehrebrief Nr. 141 findet sich zum REM-Schlaf und Nicht-REM-Schlaf (NREM-Schlaf) folgendes:
„Der Nicht-REM-Schlaf dient in erster Linie der Entwicklung und dem Erhalt des gesamten Körpers und aller seiner Funktionen, während der REM-Schlaf der Entwicklung und dem Erhalt aller Unbewusstenformen sowie der Lösung von Problemen und der Gesunderhaltung der Psyche und des Bewusstseins usw. dient. So dient der REM-Schlaf einer höher entwickelten Funktion des Gehirns, wodurch auch das Denken und Fühlen sowie das Erinnern, Lernen, Phantasieren und Ideenschaffen usw. ebenso gewährleistet wird wie auch die Weiterentwicklung resp. der Fortschritt, die Evolution."


Was Träume eigentlich sind, das beschreibt GL-Brief Nr. 142 folgendermassen:
„… beim Traum handelt es sich um die bildliche Darstellung der Fakten, Arbeitsvorgänge, Problemlösungen, Evolutiverscheinungen, Gefühlsregungen, Emotionen, Tagesbilder, Wissensvorgänge und Regungen aller Art, die in den Unbewusstenformen des Unterbewusstseins, der Psyche und des Materiell-Bewusstseins usw. tätig sind und an die Oberfläche drängen, und zwar teils in der Form, dass sie völlig ins Bewusstsein vordringen, und teils derart, dass sie sich auch im Unbewussten des Materiell-Bewusstseins ablagern, das unbewusst für den Menschen mit allen anderen Unbewusstenformen in steter Verbindung und Kommunikation ist."


Ein Traum ist immer von der Individualität des träumenden Menschen geprägt und kann daher in der Regel nur von ihm selbst richtig interpretiert, gedeutet und ausgelegt werden.


Zitat aus GL-Brief Nr. 142:
„Nur wer das Geheimnisvolle des Traumes nicht kennt und nicht zu entschlüsseln vermag und nicht folgerichtig denkt, sieht darin etwas Unlogisches und der Wirklichkeit des Wachlebens etwas Entgegengesetztes, Unwirkliches. Die Wahrheit ist nämlich die, dass die Traumbilder für alle Unbewusstenformen und auch für das Schlaf-Bewusstsein absolut logisch und wirklich sind. Das Materiell-Bewusstsein sowie die Unbewussten verfügen über die Fähigkeit, im Traum anders zu sehen, anders zu handeln und anders zu denken, als dies das Bewusstsein im Tag-Wachleben zu tun vermag, weil es befangen ist von der materiellen Wirklichkeit, die nur gerade das zulässt, was logisch gesehen physikalisch möglich und machbar ist. Im Traum jedoch ist diese Schranke hinweggefegt, wodurch alles plötzlich machbar wird und weder zeitliche noch räumliche noch physikalische Schranken gesetzt sind, sondern eine grenzenlose Freiheit in allen Dingen existiert, in der nichts unmöglich, doch alles möglich ist."


Ein Beispiel für das Losgelöstsein von den physikalischen Gesetzen ist die Ausdehnung des Bewusstseins während des Träumens, wodurch es dann möglich ist, seinen Körper quasi über diesem schwebend zu sehen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sich dabei der sogenannte Astralkörper vom physischen Körper loslösen und eine „Astralreise" oder ausserkörperliche Erfahrung erleben würde, denn diese Annahme beruht auf falschen Vorstellungen der Esoteriker und Parapsychologen. Richtig ist, dass das Bewusstsein in diesem Falle im Körper verbleibt, sich aber über die Grenzen des physischen Leibes hinaus ausdehnt, wodurch das Beobachten des eigenen Körpers von aussen zustande kommt.
Die Grenzen von Raum und Zeit spielen im Traum keine Rolle mehr, womit es dem Träumenden möglich ist, Dinge der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu sehen oder Dinge, Menschen und Gegebenheiten zu sehen, die an einem anderen Ort sind. In sogenannten luziden, also hellsichtigen Träumen resp. „Klarträumen" ist dem Träumenden sein Zustand bewusst und er kann es nach und nach lernen, seine Träume in die gewünschte positive Richtung zu steuern und zu einem guten Ende zu bringen, wenn er sich darauf trainiert. Auch können bereits geträumte Träume wiederholt und in ihrem Ablauf geändert werden, wodurch Probleme gelöst und eine grössere Ausgeglichenheit im Bewusstsein und in der Psyche erzeugt werden kann. Arbeitet der Mensch also mit seinem Traumbewusstsein und verbündet sich mit der Kraft seines Unterbewusstseins, dann verhilft ihm das dazu, sehr viel über sich selbst zu lernen, seine Möglichkeiten, Kräfte und Fähigkeiten zu erkennen, sie zu entfalten und zu nutzen.


Über den Ursprung der Träume finden wir in GL-Brief Nr. 144 folgendes:
„Die Träume entspringen sowohl dem Materiell-Bewusstsein als auch dem Materiell-Unterbewusstsein sowie auch allen Unbewussten-Formen. Zum Bewusstsein, zum Bewussten, hat der Mensch direkten Zugang, zum Unterbewusstsein, zum Unterbewussten, hingegen ist nur ein indirekter Zugang möglich, wenn vom Wachzustand ausgegangen wird. Zu den Unbewussten-Formen hingegen hat der Mensch im Wachzustand normalerweise keinen Zugang, sondern nur im Traum. Nichtsdestoweniger jedoch ist es gegeben, dass die Unbewussten-Formen auch im Wachzustand untereinander Impulse austauschen und ‚kommunizieren', was jedoch vom Bewusstsein nicht realisiert wird, weil alles eben unbewusst geschieht. Im Gegensatz dazu gibt das Unterbewusstsein, das Unterbewusste also, Impulse frei, die vom Bewusstsein realisiert und aufgenommen werden, wie z.B. Impulse für das Denken, Fühlen, Handeln und Verhalten usw., deren der Mensch dann auch bewusst und gewahr wird."


Die plejarische Kontaktperson Semjase beschrieb während des 10. Kontaktes vom Mittwoch, dem 26. März 1975, 15.20h, die Möglichkeiten, die dem Menschen im Traum gegeben sind, mit folgenden Worten:
11. Im Traum vermag der Mensch Wunderwelten zu erschaffen, wie die Schöpfung die Welten bewusst kreiert.
12. Dem Menschen erwächst diese Fähigkeit aus seinem Bewusstsein, das in der Existenz in ihm vorhanden ist, wie alle Wunder in ihm vorhanden sind.
13. Er selbst ist das Himmelreich, das Reich des Schöpferischen.
14. Darum sprachen die alten Erdenphilosophen vom Menschen als dem Mikrokosmos im Makrokosmos, weil sich alles was im Universum enthalten ist, auch im Menschen befindet.
15. Die Dimensionen des Innern im Menschen sind endlos.
16. Das Abbild der Schöpfung, der Geist in ihm, die Existenz, die dimensionslos ist, sie birgt alle Dimensionen in sich und transzendiert zugleich alle Dimensionen.
17. Der Geist ist das Wunder aller Wunder, aus dem alle Kraft hervorgeht.


Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen Träumen und der Aktivierung von Fluidalkräften, der in den „Küchengesprächen" über Fluidalkräfte wie folgt beschrieben wird:


Frage: „Kann man die Fluidalkräfte auch bewusst aktivieren?"


Antwort: „Das Bewusstsein spielt nur in unbewusster Form eine kleine Rolle. Wenn z.B. geträumt wird, können vom Unbewussten des Bewusstseins Impulse ins Unterbewusste weitergegeben werden, und dieses macht dann seinerseits wieder Impulse mobil, damit die Fluidalkräfte wirksam werden können. In so einem Fall kann eine Erinnerung als Traumerlebnis bewusst werden oder es kann durch die empfindungsmässige Aufnahme eine Ahnung aufsteigen; es ist damit vergleichbar, wie wenn der Mensch aus den Speicherbänken ahnungsmässig etwas zu ‚wissen' bekommt."


Frage: „Inwiefern haben ‹Geistererscheinungen› und ‹Spukgeschichten› etwas mit Fluidalkräften zu tun?"


Antwort: „Geister gibt es nicht. Alle sogenannten Geistererscheinungen sind nichts anderes als Fluidalkräfte, die via ein wieder inkarniertes oder noch im selben Leben stehendes Unterbewusstsein mobil gemacht werden zum bereits genannten Zweck. Hierzu ein Beispiel aus Amerika: Immer um ca. vier Uhr nachmittags kam in einem Haus ein etwa zehnjähriges Mädchen singend die Treppe heruntergelaufen, ging im Garten umher und bewegte sich auch im Hause drinnen da und dort. Es wohnte niemand mehr dort aus früherer Zeit. Journalisten versuchten, der Sache nachzugehen, fanden aber nichts heraus. Sie zogen Parapsychologen hinzu, und die regten an, dass man das Mädchen suchen müsse. Das gelang auch tatsächlich. Das Mädchen war inzwischen eine 92jährige Dame und wohnte in einem Altersheim. Immer nachmittags zwischen 15 Uhr und 17 Uhr hielt sie ihr Mittagsschläfchen und träumte stets von ihrer Kinderzeit: Die Journalisten konnten dann die Erscheinungen mit den Träumen der alten Dame koordinieren. Einer war bei ihr, der andere im Haus, wo das Mädchen erschien, und via Funkgerät konnten sie dann feststellen, dass immer, wenn der Schlaf der Frau unruhig wurde, das Mädchen auftauchte. Das heisst also, im gleichen Leben hat diese alte Frau ihre Fluidalkräfte mobil gemacht, die sie in dem Haus vor gut 80 Jahren ablagerte. Dadurch, eben durch die im Traum auftretende Rückverbindung zu ihren Fluidalkräften, erschien das Mädchen, eben sie selbst, als sie zehnjährig war."


Es gäbe sicher noch viel mehr über die Bedeutung der Träume und des Schlafes zu erwähnen, was aber den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Wer sich ernsthaft dafür interessiert, dem sei geraten, sich im Rahmen des Geisteslehrestudiums der FIGU damit zu beschäftigen.


(Veröffentlicht in "Stimme der Wassermannzeit" Nr. 145 vom Dezember 2007)