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Die Welt verändern


Jeder Mensch kann die Welt auf dem direkten zum Besseren, Schöneren und Wertvolleren verändern. Das wirksame Mittel dazu ist die Arbeit am eigenen Denken und an der eigenen Persönlichkeit. Wenn der Mensch seine Gedanken und Gefühle kontrolliert und in positiv-neutrale, ausgeglichene und tugendhafte Bahnen lenkt, dann formt er seine Psyche und Persönlichkeit zum Guten resp. Besseren. Sein Denken und Fühlen wird liebevoller und weiser und seine harmonische Psyche-Schwingung strahlt auf seine Umgebung, die Mitmenschen und die Natur aus. Sein zum Guten und Positiv-Neutralen gelenktes Denken und Fühlen sowie sein demgemässes Sprechen und Handeln wird seinen Mitmenschen zum guten Beispiel, an dem sie sich bewusst oder unbewusst orientieren können. Gleichzeitig trägt der Mensch durch die Arbeit an der Eigenevolution zum Fortschritt der Menschheit bei, denn alle Menschen sind durch ihre Unterbewusstseins- und Unbewusstenformen impulsmässig miteinander verbunden.
Der in seiner Bescheidenheit und in seinem Selbstwertgefühl noch unterentwickelte Mensch neigt dazu, zuerst auf die Schwächen und Unarten seiner Mitmenschen zu achten - eine schlechte Angewohnheit, die den Blick von den eigenen Fehlern ablenkt. Er sollte stattdessen seine Energien für die positive Formung seiner eigenen Gedanken und seiner Persönlichkeit nutzen. Dazu muss sich der Mensch zuerst ein möglichst objektives Bild von sich selbst machen, indem er in sich geht und seine positiven und negativen Charaktereigenschaften und Wesenszüge erforscht und sich vor Augen hält. Dabei darf er sich aber nicht selbst verurteilen, sondern er soll einfach das Gute und Schöne wie auch das Böse und Hässliche in seinem Inneren klarsichtig betrachten und alles registrieren, was er an Werten und Unwerten entdeckt. Die Art des Umgangs mit sich selbst, mit den Mitmenschen, allem Leben und der Schöpfung soll er neutral sehen und seine Verhaltensmuster auch neutral bewerten. Das Sich-Selbst-Erkennen fordert vom Menschen ein gerüttelt Mass an Objektivität, das er in der Meditation und durch das tägliche Üben der Reinbeobachtung erlernen kann. Beim Blick auf die Besonderheiten der eigenen Persönlichkeit sind Mut zur Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber sich selbst gefragt, denn ohne die genaue Kenntnis der eigenen Persönlichkeit kann der Mensch dieses auch nicht zielgerichtet verändern. Die erkannten Fehler und Schwächen müssen festgehalten, gründlich überdacht und durch neutrales Denken uns bessere Verhaltensweisen ersetzt werden. Die Ursachen seiner Fehler, schlechten Gewohnheiten und negativen Emotionen wird er in der Regel erst später erkennen und verarbeiten können, wenn ihm seine neuem Verhaltensweisen längst zur Gewohnheit geworden sind.


Der Mensch muss Kraft seines Willens Energien freisetzen und bewusst positiv-neutral-ausgeglichene Gedanken, Gefühle, Wesenszüge und Charaktereigenschaften aufbauen, die durch fortlaufendes und beharrliches Üben als neue, positive Denk- und Verhaltensmuster im Bewusstsein und in der Psyche eingeschliffen und zu guten Gewohnheiten entwickelt werden. Die Kraft der Gedanken und bildhaften Vorstellungen muss so oft wie möglich auf die Entfaltung wahrer menschlicher Gefühle, Empfindungen und Tugenden ausgerichtet werden: auf wahre Liebe, Dankbarkeit, Ehrfurcht gegenüber allem Leben, den Mitmenschen, der Natur und der gesamten Schöpfung, deren Ehrwürdigkeit bewusst erfasst werden muss. Aus den tugendhaften Gedanken bildet der Mensch gute, kraftvolle und gerechte Gefühle, Worte, Taten und Handlungen. Die auf die schöpferischen Werte ausgerichteten Gedanken und Gefühle entfalten allmählich im Bewusstsein und in der Psyche des Menschen ihre positive Macht und ziehen mit der Kraft eines Magneten evolutiven Lebenserfolg, Liebe, Glück, Freude, Freiheit, Frieden, inneren Reichtum und Harmonie an.
Die Umformung der eigenen Persönlichkeit zum Positiven ist die lohnendste und wertvollste Arbeit im Leben eines Menschen, deren Früchte ihm auch der Tod nicht entreissen kann, denn die rein-logischen Werte werden in den Speicherbänken und im Gesamtbewussteinblock impulsmässig abgelegt und bleiben erhalten. Die nachfolgenden neuen Persönlichkeiten des Menschen können diese Impulse unbewusst wieder abziehen - viel höher entwickelte Menschen, als wir das sind, haben sogar bewussten Zugriff auf die in früheren Leben gespeicherten Impulse. Durch die Magie seiner Gedanken kann der Mensch in jedem Augenblick seines Lebens aus eigener Kraft an seiner Evolution arbeiten. Dadurch sammelt er immer mehr und neues Wissen, Weisheit und Liebe und erschafft sich in seinem Inneren Ausgeglichenheit, Ruhe und Frieden. Als Richtschnüre seines evolutiven Strebens sind dem Menschen von der Geistes- resp. Schöpfungslehre die folgenden Grundwerte gegeben, die er sich im Alltag immer wieder ins Bewusstsein rufen sollte:


Bescheidenheit, Antimaterialismus, Ausdauer, Geduld, Frieden, Universalliebe, Verstehen.


Die erste Anlaufstelle zur Veränderung der Welt ist also immer das eigene Bewusstsein (= die eigene Persönlichkeit). Kein Mensch soll glauben, er könne eine Änderung zum Guten bewirken, indem er einen anderen Menschen von seiner Meinung, seinem Glauben, seiner Ideologie, seiner Religionslehre oder seinem Wissen überzeugt. Selbst wenn ihm eine solche Missionierung gelänge, wäre sie nur kontraproduktiv für den Fortschritt. Wahrhaft zeitlose schöpferische Werte und wirkliches Wissen in Weisheit kann der Mensch immer nur aus dem Stoff seiner EIGENEN Gedanken, Ideen, Ideale, Gefühle, Empfindungen, Impulse, Intuitionen usw. heraus erschaffen. Er muss auch alle Pläne, Ziele und Bestimmungen in seinem gegenwärtigen Leben völlig frei und aus eigenem Antrieb heraus erarbeiten und verfolgen, wenn sie von gutem Wert sein sollen. Was ein Mensch aufgrund eines äusseren Drängens, unter Druck oder äusserem Zwang tut, ist wertlos für seine Evolution. Beeinflussungen durch andere Meinungen und Mächte sind immer und ausnahmslos Formen von unlogischer Gewalt. Sie greifen in den freien Willensentschluss eines Menschen ein und sind somit schöpfungswidrig. Das Universalbewusstsein hat in die Schöpfungsgesetze keinen Zwang gelegt, sondern nur logische Gewalt, die auf dem Kausalprinzip von Ursache und Wirkung, auf Logik, Folgerichtigkeit und innerer Freiheit beruht. Dieses Wirkungsprinzip wird deshalb „gewaltlose Gewaltsamkeit" genannt, weil der Mensch als Teil der Schöpfung durch das freiwillige (gewaltlose) Erforschen und Befolgen der schöpferischen Gesetze und Gebote zwangsläufig (gewaltsam) resp. naturgesetzmässig Erfolg und Lebensglück erntet.


Als vollkommenes Selbstwerkzeug ist jeder Mensch mit seinem materiellen Block Bewusstsein-Verstand-Vernunft selbst für seine Gedanken, Gefühle und Handlungen verantwortlich und entscheidet auch selbst über die Wandlungen seines Denkens. Deshalb kann er in sich selbst jederzeit alle erwünschten Änderungen zum Guten und Schönen, zu innerer Freiheit, zu wirklichem Frieden und zu seinem Glück erschaffen. Er kann in jeder Sekunde damit beginnen, seine Persönlichkeit und damit auch ein Stück weit die Welt zum Besseren zu verändern, wer, was und wo er auch immer sein mag. Ein Mensch, der diese Macht erkannt hat und sie in weiser Pflichterfüllung zum eigenen Wohl und zum Wohl der Gemeinschaft und der Schöpfung nutzt, beschreitet den Weg zum wahren Menschsein. Er bringt sich selbst, den Mitmenschen und der Welt das Gute, Liebevolle und Schöne.


„Was hält uns eigentlich davon ab, das zu tun, was wir immer von anderen erwarten."
Kurtmartin Magiera


„Eh' du anfängst, die Welt zu verändern, gehe dreimal durch dein eigenes Haus."
Chinesisches Sprichwort


(Veröffentlicht in "Stimme der Wassermannzeit" Nr. 149 vom Dezember 2008)