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Ein paar Aspekte zum Thema Menschlichkeit
Gemäss der Geisteslehre soll der Mensch ein Erfüller der schöpferisch-natürlichen Gesetze und Gebote sein. Die Lehre der Wahrheit bezeichnet den Menschen als OMEDAM, was soviel bedeutet wie Gesetz und Erfüller oder einfach Gesetzerfüller. Die Gesetze der Schöpfung beruhen auf geistenergetisch programmierten, quasi automatischen Abläufen, die alles im Universum und damit auch das tägliche Leben des Menschen bestimmen. Da wir als Menschen in allen Dingen selbstverantwortlich für alles und jedes in unserem Leben sind, bestimmen wir es also auch selbst, ob und wie wir uns durch unser Denken, Fühlen, Verhalten, Handeln und insbesondere auch im Umgang mit den Mitmenschen in die Schöpfungs- und Naturgesetze einfügen, und zwar im Positiven oder im Negativen. Dies bestimmen wir durch die Art und Weise unseres Denkens, Fühlens und Handelns. Wir setzen dadurch in jedem Falle Kräfte frei und schaffen Ursachen, die ganz bestimme Wirkungen auslösen. Dies wiederum wirkt sich nach dem uns allen bekannten Kausalitätsgesetz der Schöpfung direkt, unmittelbar und spürbar auf uns selbst, die nächste und ferne Umgebung, auf andere Menschen und letztlich auf unser ganzes Leben aus. Früher oder später, bewusst oder unbewusst ernten wir also die Früchte durch die Samen, die wir säen so einfach ist das zumindest in der Theorie.
Und doch ist es manchmal schwer, richtig danach zu handeln, denn oftmals machen wir sich gleichende Fehler, weil wir von der Linie des richtigen und menschlich gebotenen Denkens, Fühlens und Handeln abkommen, wonach wir schmerzlich auf die Nase fallen und merken, dass etwas schief gelaufen ist. Vermeiden können wir das nicht immer, denn Fehler müssen eben gemacht werden, um daraus zu lernen, wonach dann bestenfalls der genau gleiche Fehler kein zweites Mal mehr gemacht werden sollte. Vielleicht machen wir es uns selbst manchmal zu schwer im Leben, weil wir uns in komplizierte Gedankengänge stürzen, den roten Faden dabei verlieren und das Ziel aus den Augen verlieren.
Damit kommen wir zum eigentlichen Thema: Das Ziel muss es sein, in uns selbst wahrer Mensch im Sinne dessen zu werden, wie es die Schöpfung Universalbewusstsein von allem Ursprung an für alle Menschen im Universum vorbestimmt hat. Dabei ist es hilfreich, wenn wir uns immer mal wieder die wichtigsten Grundlagen des Menschseins vor Augen halten, bevor wir unbedacht zu irgendwelchen vermeintlichen Höhenflügen ansetzen und am Ende doch unsanft auf dem Boden aufschlagen, weil wir die grundlegenden Prinzipien nicht richtig bedacht haben.
Menschlichkeit zu lernen und zu üben bedeutet in erster Linie, menschliche Tugenden zu entwickeln und zu praktizieren, wie Verständnis, Einfühlungsvermögen, Mitgefühlt, Hilfsbereitschaft, Ruhe, Gelassenheit, Freundlichkeit, Liebe, Frieden und Harmonie. Eine wichtige Grunderkenntnis und Voraussetzung für das Erfassen und Erleben der Menschlichkeit ist es, sich die völlige Gleichheit und Gleichwertigkeit allen Lebens bewusst zu machen. Das bedeutet zu erkennen und wirklich danach zu handeln, dass wir selbst als menschliche Wesen und Individuen gleichwertig sind mit alle anderen Menschen und Lebensformen aller Art. Egal was wir auch immer tun, was wir können, leisten, was wir anderen Menschen voraus haben oder nicht wir sind gleichwertige Kreationen der Schöpfung Universalbewusstsein und durch unseren Geist miteinander und mit allem Leben im Geistigen und Physischen verbunden. Das zu wissen führt uns dazu, eine tiefgreifende und angemessene Bescheidenheit zu üben, wobei aber das eigene Licht auch nicht unter den Scheffel gestellt werden oder verleugnet werden soll, denn als eigenevolutive Kreationen der Schöpfung sind wir völlig frei in unserer Evolution, in unserer Kreativität und in unserer Selbstverwirklichung als Individuum und ganz spezielle, einmalige Persönlichkeit.

Im Buch
Die Art zu leben schreibt Billy zum Thema Menschlichkeit in Selbstlosigkeit
:
Es ist des Menschen Pflicht und Verantwortung, anderen Menschen in jeder Notwendigkeit beizustehen. Und ebenso ist es Pflicht und Verantwortung, durch Selbstlosigkeit Menschlichkeit zu entwickeln und zu üben. Pflicht und Verantwortung müssen aber auch getragen werden in bezug auf das Denken, Fühlen und Handeln sowie in der Verrichtung der täglichen Arbeit zur Schaffung des Lebensunterhalts und des Ausgleichs Bewusstsein-Körper. Auch darin liegt ein Teil der Menschlichkeit, denn durch die Erfüllung dieser Pflichten und dieser Verantwortung wird auch den Mitmenschen beigestanden. Die Menschlichkeit lebt jedoch noch in vielen anderen Dingen mit, auch wenn dies nicht immer frei ersichtlich ist. Menschlichkeit bedeutet daher auch, sich in das Leben der Gemeinschaft einzufügen und sie in ihren Werten zu pflegen, denn auch dadurch wird den Mitmenschen Menschlichkeit entgegengebracht, die ihnen auf dem Weg des Lebens und der Evolution hilfreich ist. Diese Menschlichkeit in Selbstlosigkeit hilft aber der eigenen Person am meisten, und zwar bewusstseinsmässig wie psychisch, geistig und physisch, denn Menschlichkeit in Selbstlosigkeit ist der wirksamste Weg der Einheit mit sich selbst und mit den Mitmenschen.

Helfen in Selbstlosigkeit bedeutet nicht, dass man ohne Sinn und Verstand sein letztes Hemd geben soll, wenn jemand um Hilfe bittet. Der Grundsatz muss dabei immer sein, dass jeder Mensch seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft fristet, für sein materielles Auskommen aus eigener Kraft aufkommt und dafür arbeiten soll. Kann er oder sie das aus berechtigten Gründen nicht, dann ist eine angemessene Hilfe so lange angebracht, wie es nötig ist bzw. bis der hilfsbedürftige Mensch wieder aus eigener Kraft für sich und seine Nächsten sorgen kann. Eine pauschale und unüberlegte Hilfe aus falsch verstandener Nächstenliebe heraus ist grundsätzlich nicht richtig, weil sie im Handumdrehen schamlos ausgenützt wird und nichts mit wirklicher Hilfe im Sinne echter Menschlichkeit zu tun hat. Eine Hilfestellung soll immer dazu führen, dass der Hilfsbedürftige in die Lage kommen soll, sich selbst zu helfen bzw. sein Leben wieder eigenständig und völlig selbstverantwortlich führen zu können.
Was wir momentan im Rahmen der sogenannten Flüchtlingshilfe erleben, ist eine zum grössten Teil unangebrachte, religiös bedingte und extrem falschhumane Hilfsbereitschaft, die gegen alle Vernunft Menschen nach Europa einreisen lässt, die zum grossen Teil nicht wirklich einer Hilfe zum Überleben bedürfen und die somit keine Verfolgte und Asylberechtigte im Sinne dessen sind, dass sie um ihr Leben fürchten müssten. Hier wird nach dem dämlichen und hirnrissigen christlichen Spruch verfahren «Wenn einer dir auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die linke hin!». Welch ein horrender Irrsinn, denn so wird Europa mit Massen von reinen Wirtschaftsflüchtlingen überflutet, die im Grunde genommen zu bequem sind, ihr eigenes Land wieder aufzubauen und die ihre Familien und ihre Heimatländer im Stich lassen, weil sie sich im
goldenen Westen
, insbesondere in Deutschland, ein besseres und leichteres Leben versprechen.     

Aber kommen wir zur wahren Menschlichkeit zurück: Das Erfüllen der Menschlichkeit besteht für uns in erster Linie darin, die Verantwortung uns selbst gegenüber zu erfüllen, indem wir möglichst aus eigener Kraft unser Leben erhalten, einer rechtschaffenen Arbeit nachgehen und uns um den Ausgleich unserer Psyche sowie um eine starke und gesunde Persönlichkeit bemühen. Erst wenn wir mit uns selbst im reinen sind, können wir uns erfolgreich in eine Gemeinschaft einfügen und ein wertvoller Teil der Gesellschaft und der Schöpfung im allgemeinen sein.

Wir sind alle ein Teil einer grossen Wir-Gemeinschaft aller Menschen im Universum; wir müssen aber nicht das ganze Universum bereisen, um Menschlichkeit zu üben, denn wir alle haben eine Familie, einen Lebenspartner, Kinder, Verwandte, Freunde usw., die uns nahestehen. Am direktesten können wir also menschlich sein und uns als Menschen im besten Sinne erweisen, wenn wir einfach im täglichen Umgang mit den uns nahestehenden Menschen Tugenden wie Geduld, Mitgefühl, Zuhören, Zur-Seite-stehen bei Problemen und Schwierigkeiten und in den vielen kleinen Situationen des Alltags üben und vertiefen. Wenn wir in uns selbst durch das Studium der Geisteslehre und durch Meditation ausgleichen und dadurch den Frieden in uns tragen, dann können wir diese Qualitäten jeden Tag im Umgang mit den Mitmenschen anwenden und erweisen uns selbst sowie anderen Menschen den Dienst der Menschlichkeit. 
Geisteslehre-Symbol MENSCHLICHKEIT
Geisteslehre-Symbol MENSCHLICHKEIT


Zum Abschluss möchte ich die sieben Grundwerte des Menschseins anführen, wie sie die Geisteslehre nennt:

Bescheidenheit, Antimaterialismus, Ausdauer, Geduld, Frieden, Universalliebe, Verstehen

Diese Werte wurden im folgenden Gedicht ausgelegt, das in der Stimme der Wassermannzeit Nr. 133 vom Dezember 2004 veröffentlicht wurde.

Des Menschseins sieben Grundwerte
Immer mit sich selbst genügsam und im Einklang leben,
niemals nach Beifall, Lob und Schmeicheleien streben,
im Materiellen sich stets mit gutem Mass begnügen
und sich niemals in Eitelkeit und Grössenwahn belügen
führt dich zur Tugend der
Bescheidenheit

Den Lebenssinn im Schöpferischen-Geistigen erkennen,
Nicht mit Gläubigen der Religionen, Sekten, Kulte rennen,
nicht nach Reichtum, Gütern, Gold und Luxus jagen;
irren Wegen der Dummheit, Gier und Sucht entsagen,
das ebnet dir den Weg zum
Antimaterialismus
Jeden neuen Tag als Geschenk der Schöpfung sehen,
den Weg in Ehrfurcht, Wissen, Wahrheit, Weisheit gehen,
Weitsicht und Vertrauen als gutes Lebensziel ersinnen,
aus Fehlern klaglos lernen, alles in Zuversicht beginnen,
daraus schaffst du dir
Ausdauer
Wenn du das Reifen einer Saat gelassen erwarten kannst,
Greifgedanken und Unrast aus dem Bewusstsein bannst,
den zweiten Schritt zum Ziel nicht vor dem ersten machst,
weil du weisst, dass dies nur verführt zu allzugrosser Hast,
dann übst du zur rechten Zeit
Geduld
Willst du gute Einigkeit in dir und in deiner Welt erschaffen,
schärfe zuallererst deine eigenen
Bewussstseinswaffen,
denn durch dein gutes Fühlen und dein korrektes Denken,
wirst du Ruhe, Harmonie und Liebesdenken zu dir lenken in
Frieden
In Allgrosszeit bist du stets verbunden durch alle Zeiten
mit dem Existenten der Schöpfung in unermesslich' Weiten.
Wenn dir das zur Gewissheit in der Gedanken Macht,
dann hast du dir der Schöpfung schönsten Lohn gebracht,
denn daraus erwächst in dir die
Universalliebe
Achte des Feingefühls, das sich aus Gemüteskräften nährt,
achte der inneren Stimme, die Verstand, Vernunft gewährt,
fühle dich durch diese Kraft würdig in den Nächsten hinein,
so findest du wahre Liebe, Wissen, Weisheit und das SEIN;
dann förderst du dein
Verstehen