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Gefahr durch das Freisetzen von Methangas

Beim 494. offiziellen Kontaktgespräch vom 11. Mai 2010 sagte Billy im Gespräch mit Ptaah folgendes: «… So weiss das Gros der Erdenmenschheit auch nichts davon, dass die Klimaerwärmung sehr viel schlimmere und ungeheurere katastrophale Folgen für die Erde, deren Natur und für alles Leben hat, als die Verantwortlichen offiziell durch mangelhafte Informationen bekanntgeben. Man denke dabei nur einmal an die riesigen Massen Permafrost, die ungeheure Mengen Methangas enthalten, das durch das Auftauen und Schmelzen des Permafrostes freigesetzt wird und sich in die Atmosphäre freisetzt. Nicht nur, dass dadurch die Klimakatastrophe erst recht gefördert wird, geschehen auch noch viele andere ungeheure Dinge, durch die das Leben auf der Erde in Frage gestellt wird. Die ungeheuren Massen Methangas können die grossen Mengen CO2 bei weitem überschreiten und dadurch erst recht alles zerstören. Durch das Ganze werden auch die Meere, deren Ströme und Wellenbildungen ungeheuer und gefährlich beeinflusst und vermehrt Kavenzmänner, also gigantische resp. Megawellen hervorgerufen. Dies nebst dem, dass auch die Atmosphäre auf üble Weise beeinflusst wird, besonders jedoch deren unterste Schicht, also die Troposphäre, in der sich die Wettervorgänge abspielen. Dadurch werden Stürme aller Art sowie Gewitter immer gewaltiger, zerstörender und gleichen immer mehr Wettervorgängen, wie diese vor Urzeiten auf der Erde herrschten. Die durch die Methangasmassen hervorgerufenen Wettervorgänge und Stürme werden auch ungeheure Meerwasserbewegungen hervorrufen, wodurch warme Wassermassen bis auf den Meeresgrund hinunter gelangen und diesen aufwühlen. Dadurch werden die im Meeresgrund lagernden riesigen Mengen Methangas freigesetzt und treiben nach oben, wo sie dann in die Troposphäre gewirbelt werden und bis in die obere Atmosphärenschicht gelangen. Die durch das freigesetzte Methangas entstehenden Folgen werden dann katastrophal sein.»

Presseberichte zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen vom Oktober 2012 bestätigen nun diese Aussagen Billys unter der Überschrift ‹Methanhydrate vor amerikanischer Küste zerfallen›.
Demnach bewirken Änderungen des Golfstroms erhöhte Wassertemperaturen und gefährden die Stabilität der Lagerstätten – es drohen Methanausstoss in die Atmosphäre und abrutschende Kontinentalhänge – Erste Projekte zur Förderung von Gas aus Methanhydraten starten.
Bis zu zehn Billionen Tonnen gefrorenes Methanhydrat lagern weltweit in teils mehreren hundert Meter dicken Eisschichten entlang der Kontinentalränder. An der Ostküste der USA drohen diese Gaslagerstätten nun über eine Fläche von etwa 10 000 Quadratkilometern aufzutauen. Erste Anzeichen dafür fanden amerikanische Forscher über seismische Analysen vor der Küste des Bundesstaats North Carolina. Verantwortlich machen sie die warmen Wassermassen des Golfstroms, die sich im westlichen Nordatlantik innerhalb von 5000 Jahren um bis zu acht Grad erwärmt haben. Wie sie in der Zeitschrift ‹Nature› berichten, könnte durch das freigesetzte Methan der Klimawandel beschleunigt werden. Mit der Destabilisierung der Methanhydrate drohe auch ein Abrutschen der Kontinentalhänge. «Methanhydrat ist eine feste Verbindung aus Methangas und Wasser, die aber nur unter hohem Druck und bei tiefen Temperaturen stabil ist», schreiben Benjamin Phrampus und Matthew Hornbach von der Southern Methodist University in Dallas. Im flachen Küstengewässer hätte die Analyse seismischer Messungen des Meeresbodens jedoch ergeben, dass genau diese Stabilität bei etwa zweieinhalb Milliarden Tonnen Methanhydrat nicht mehr gewährleistet sei. In Tiefen von mehr als 1000 Metern jedoch konnten die Forscher noch keine Hinweise auf ein drohendes Auftauen der Gashydrate erkennen.
Die Ursache für diese Instabilität sehen Phrampus und Hornbach in Verlaufsänderungen des Golfstroms in dieser Region. Dadurch könnte wärmeres Wasser die Methanhydrat-Lagerstätten in flachen Gewässern erreichen und zu einem Zerfall der gefrorenen Substanz in Methangas und Wasser führen. Sollte das Methan in die Atmosphäre gelangen, könnte es zu einer weiteren Erwärmung des Erdklimas führen, denn Methan fördert den Treibhauseffekt etwa 25 mal effektiver als Kohlendioxid. Zudem könnte das Abtauen die Stabilität der küstennahen Hänge im Meer verringern. Die Folge wären gefährliche Hangrutschungen, die sogar das Potential hätten, Tsunamis auszulösen.
Leider wird die Gefahr von den Verantwortlichen in krimineller Weise verharmlost bzw. verleugnet, weil nämlich erste Projekte zur Förderung von Gas aus Methanhydraten gestartet wurden, die auf eine Ausbeutung der Methangase im grossen Stil abzielen.
Von einem lokal auf die US-Ostküste beschränkten Phänomen gehen die Forscher demnach nicht aus. Denn es sei unwahrscheinlich, dass die westliche Nordatlantikregion weltweit das einzige Gebiet mit verändernden Meeresströmungen sei. Doch konkrete Belege für ein globales Abtauen der Methanhydrat Lagerstätten gebe es noch nicht.
Gerade weil Methanhydrate so empfindlich auf höhere Temperaturen reagieren, sehen verantwortungsbewusste Klimaforscher in ihnen eine tickende Zeitbombe, denn erwärmen sich die Meere infolge des Klimawandels nur um wenige Grad, könnten – wie nun vor der US-Ostküste offenbar geschehen – weitere Lagerstätten, die nur von etwa 200 Meter dicken Sedimentschichten abgedeckt werden, instabil werden. Methanblasen würden an die Oberfläche blubbern und ihren klimaschädlichen Inhalt direkt in die Atmosphäre abgeben. Parallel droht eine Versäuerung der Ozeane, mit lebensbedrohlichen Folgen für die Unterwassertierwelt. Zwar geben Geomar-Forscher um Arne Biastoch, die die Stabilität der Methanhydrate in dem vom Klimawandel besonders betroffenen Arktischen Ozean analysiert haben, vorerst Entwarnung. «Die Gashydrate lösen sich mit einer zeitlichen Verzögerung auf, so dass eher in zwei- bis dreihundert Jahren mit Folgen zu rechnen ist.»
Letztendlich kommt den Methanhydraten an den Küstenrändern der Kontinente auch eine stabilisierende Rolle zu. «Kontinentalränder sind immer in einem kritischen Zustand», sagt Wallmann. Aber dass durch eine Methangasförderung grosse Hänge unter dem Wasser ins Rutschen kommen und dabei tödliche Tsunamis auslösen, hält der Wissenschaftler für unwahrscheinlich. Die gesamte Förderausrüstung samt Bohrgestänge und Förderleitungen könnten bei einem Hangrutsch allerdings zerstört werden. So bieten sich nur Fördergebiete an, an denen das natürliche Gefälle möglichst gering ist. Der grösste Teil der bereits gefundenen Lagerstätten wird – wenn nicht schon aus ökologischen, dann aus wirtschaftlichen Gründen – auch in Zukunft unangetastet bleiben.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Verantwortungsbewussten das erforderliche Gehör verschaffen können, um den Wahnsinn der zerstörerischen Methanhydrat-Ausbeutung noch verhindern zu können.

(Veröffentlicht im FIGU-Bulletin Nr. 80 vom Juni 2013)