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Initiative


Duden-Verlag, „Deutsches Universalwörterbuch":
a) Erster tätiger Anstoss zu einer Handlung; erster Schritt bei einem bestimmten Handeln.
b) Entschlusskraft, Unternehmungsgeist.
c) Fähigkeit, aus eigenem Antrieb zu handeln.


Initiative ist demnach die Folge eines impulskräftigen Gedankens, der aus der Erkennung der Notwendigkeit einer auszuführenden Handlung oder Tat entsteht, die zu einer Änderung bestehender Umstände oder zur Erschaffung bzw. Realisierung neuer Gedanken, Ideen, Taten und Handlungen führen soll, die ihrerseits wieder ihnen eigene Wirkungskräfte entfalten.
Das Erkennen der Notwendigkeit zu einer initiativen, kreativen Handlung entsteht aus dem Erkennen von Zuständen und Gegebenheiten, die nicht dem schöpferisch-natürlichen Idealzustand entsprechen, im weitesten Sinne also von Missständen und Fehlern, die behoben werden müssen, um der Evolution Genügte zu tun. Nur durch die Initiativen einzelner Menschen kann die Welt verändert werden, denn die daraus hervorgehenden Gedanken, Ideen, Ideale, Taten und Handlungen sind wie Samen, die in guten Boden gelegt werden, wonach sich der Keim einer Pflanze daraus entwickelt, die heranwächst und gute Früchte trägt, die selbst wieder neue Samen bilden, aus denen wieder eigene, gute Früchte entstehen können.


Ergreifen daher viele Menschen ihre persönliche Initiative bei der Verwirklichung und Gestaltung einer Aufgabe oder Mission, die eine ganze Menschheit erfassen soll, dann muss jeder einzelne bei sich selbst beginnen, damit ein Schneeballeffekt entstehen kann, der letztendlich eine so grosse Kraft entwickelt, dass diese auf die ganze Wir-Gemeinschaft der menschlichen Gesellschaft übergreift und sie von innen heraus verändert und evolutioniert. Durch Initiative vermag auch ein einzelner Mensch vieles anzuregen und zu verändern, weil er durch sein Vorbild wissentlich oder unwissentlich andere Menschen dazu anleitet, ihm nachzueifern und sich für eine gute Sache einzusetzen, was die Menschen sonst aus eigenem Antrieb vielleicht erst sehr viel später oder gar nicht tun würden. Initiative entsteht aus dem schöpferischen Streben heraus und ist die Umsetzung des innersten Evolutionsimpulses im täglichen Leben. Initiative ist Bewegung, Krafteinsatz und Antrieb zur Veränderung, ohne die es kein Leben geben kann, weil Antriebslosigkeit, Stillstand und Initiativelosigkeit gleichbedeutend sind mit Stagnation und bewusstseinsmässiger Degeneration.
Ohne Initiative hätte sich nichts entwickeln können, denn auch die Schöpfung entstand durch die Initiative der Urschöpfung zur Kreierung einer neuen Schöpfung, und die Schöpfung musste sich eigeninitiativ aus dieser Uridee heraus ihrer selbst bewusst werden und zur Eigenkreation bringen.
Alles Leben verdankt seine Existenz der Initiative der Schöpfung zur dauernden Schaffung neuen Lebens und dessen Begeistung mit dem schöpferischen Odem.
Initiative ist in die Zukunft fortschreitendes Leben.
Initiativelosigkeit führt zu Rückschritt und Tod, denn der Mensch bestimmt sein Schicksal aus eigener Kraft, und ohne Initiative kann er nichts tun.


(Veröffentlicht in "Stimme der Wassermannzeit" Nr. 148 vom September 2008)