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Kollektiver Selbstmord durch planetenweite Überbevölkerung und Zerstörung der Lebensgrundlagen

Der Biologe Hennig Stieve schrieb im FIGU-Sonder-Bulletin Nr. 38 vom August 2007 in seinem Artikel „Bevölkerungswachstum und Wirtschaftswachstum aus der Sicht eines Biologen:
Wir haben nicht zu wenige Kinder, sondern wir sind zu viele Menschen!

In der Natur haben Lebewesen normalerweise mehr Nachkommen als überleben können. Trotz der natürlichen Überproduktion nehmen die Individuenzahlen der meisten Arten nicht laufend zu, weil viele Individuen durch Feinde, Krankheiten, Stress und andere Ursachen frühzeitig sterben. Überproduktion an Nachkommen ist ein wesentliches, aber teures Erfolgsrezept in der Evolution. Da die Nachkommen untereinander erblich verschieden sind, werden dabei viele zufällig verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, um in der Umwelt zurechtzukommen. Da es Feinde und Konkurrenten und nicht genügend Lebensraum und Ressourcen für alle Nachkommen gibt, können nicht alle überleben. Viele von ihnen sterben (bevorzugt solche, die für die gerade herrschende Situation weniger geeignet sind) ohne sich fortzupflanzen (Selektion). Daher wachsen in der Natur Populationen nicht beliebig; die Populations-Dichte ist beschränkt. Die Wege, auf denen die Bevölkerungszunahme reguliert wird, sind bei verschiedenen Tier- und Pflanzenarten recht verschieden. Zwei Extreme: Ungebremstes Bevölkerungswachstum führt in eine Katastrophe. Viele Arten leben nach einer Katastrophenstrategie: Blattläuse, Wanderheuschrecken, Lemminge und Pionierpflanzen (z.B. Ackerunkräuter) vermehren sich explosionsartig, wenn die Bedingungen günstig sind; später sterben die meisten von ihnen in Massensterben. Nahrungs- und Platzmangel, Infektionskrankheiten, Stress und Zunahme der Feinde sind häufige Ursachen. Anschliessend kann das Wachstum wieder von wenigen Individuen von neuem ausgehen. Bei manchen Arten mit langlebigen Individuen sterben die allermeisten Nachkommen in den frühesten Stadien. Eichen und Buchen produzieren eine riesige Zahl an Nachkommen, von denen die meisten als Sämlinge aus Lichtmangel zugrunde gehen. Nur ein winziger Bruchteil von ihnen wächst zu stattlichen Bäumen heran. …
Seit vielen Jahrzehnten ist das Wachstum der Menschheit exponentiell. Wenn das so weiter geht, führt es zwangsläufig in Katastrophen. Viele Probleme werden durch Überbevölkerung verursacht. Krankheiten und Stress, Nahrungsmangel, Konkurrenz und schliesslich Kriege um Ressourcen und Raum sind drohende Gefahren von zu hohen Populationsdichten. Überbevölkerung gibt es auch in Deutschland – nicht nur in Ländern wie Indien, China und Brasilien. Seit es Menschen gibt, haben in Deutschland noch nie so viele Menschen gelebt wie heute. Eigentlich sollten Menschen mit Vernunft in der Lage sein, ihre Populationsdichte auf ein erträgliches Mass zu regulieren.

Dies geschieht aber bisher leider nicht genügend. Fortpflanzungstrieb, Tradition und religiöse Überzeugungen sind zu stark. Auch mangelndes Wissen und politischer Opportunismus verhindern wirksame Geburtenbeschränkung. In vielen westlichen Ländern hat die Geburtenrate mit steigendem Wohlstand und der Erhöhung der Lebenserwartung abgenommen. Dies ist möglicherweise eine vielleicht unbewusste Reaktion auf die Überbevölkerung. Die Abnahme der Geburten könnte darauf hinwirken, dass sich die Bevölkerungsdichte auf ein niedrigeres Mass einpendelt. Eine solche regulierende Reaktion greift allerdings in vielen vor allem wirtschaftlich schwachen Ländern noch nicht. Seit einigen Jahren ist es auch vielen Politikern aufgefallen, dass in Deutschland und anderen westlichen Ländern der Anteil der Älteren erheblich zugenommen hat. Das gesellschaftliche Fürsorgemodell, nach dem die nachwachsenden Jungen die Alten mitversorgen, ist für die menschliche Gesellschaft bei nicht zu hohen Populationsdichten naheliegend. Bei einem grossen Übergewicht an Älteren passt dies aber nicht mehr. Und da fällt vielen nichts anderes ein, als zu fordern, es müssten bei uns mehr Kinder geboren werden. Aber das würde weitere Überbevölkerung bedeuten. Es sind stattdessen neue Lösungswege gefragt. Wir müssen nach intelligenten anderen Lösungen als den gewohnten suchen. Arbeit muss anders verteilt werden. Wenn es weniger junge Menschen gibt, um die vielen Alten zu versorgen, sollten arbeitsfähige Alte mithelfen, für andere Alte zu sorgen. Oft wird hier noch eine Wartehaltung verteidigt: «Wir müssen erst dann etwas gegen die Überbevölkerung unternehmen, wenn dies auch viele andere Länder tun.» Aber auch die viel grössere Überbevölkerung in ärmeren Ländern ist kein Grund, jetzt in Deutschland noch nichts zu unternehmen. Wäre es nicht besser, einen vorbildlichen Weg zu suchen, bei dem wir mit kleineren Nachwuchszahlen eine ausgewogene gesellschaftliche Fürsorge zustande bringen?

Wissenschaftler erwarten eine Erwärmung der Erde bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu vier Grad, wenn nicht einschneidende Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden. Die Folgen dürften verheerend sein. Unter anderem werden ganze Inselstaaten und Millionenstädte an den Küsten verschwinden. Wenn die Emissionen ungebremst weiter steigen, dann werden wir nach wissenschaftlichen Aussagen (beispielsweise des Klimaforschers Stefan Rahmstorf) gegen Ende dieses Jahrhunderts eine Erwärmung um vier Grad gegenüber dem vorindustriellen Temperaturniveau bekommen. Das wäre dann ein komplett anderer Planet. Ein derart dramatisch wärmeres Klima wird eine ganze Reihe von Problemen mit sich bringen. Fangen wir mit den Extremereignissen an. Deren Zunahme spüren wir bereits heute, obwohl die Temperatur bis jetzt "nur" um 0,8 Grad gestiegen ist. Das bedeutet wesentlich extremere Hitzewellen. Die Häufigkeit von neuen monatlichen Hitzerekorden ist bereits jetzt fünfmal so hoch als man das in einem stabilen Klima erwarten würde. Solche Hitzewellen sind keineswegs harmlos. Der sogenannte Jahrhundertsommer 2003 in Europa hat etwa 70.000 Todesopfer gefordert. Und da sind keineswegs nur ältere Menschen gestorben. Das zweite große Problem ist mit den Hitzewellen verknüpft: Wir werden wesentlich häufiger starke Dürren erleben. Das war auch schon im Sommer 2003 so, da gab es in Europa große Einbußen in der Landwirtschaft. Im Sommer 2010 wiederholte sich das im Osten Europas. In Russland hat der Rekordsommer dazu geführt, dass die Regierung wegen der Dürre Getreideexporte verbieten musste. Entwicklungsländer sind von Dürren umso schlimmer betroffen. Sie haben nicht den Wohlstand, um sich auf dem Weltmarkt Nahrungsmittel einzukaufen. Da geht es wirklich um die Existenz. Dritter Aspekt sind die extremen Buschfeuer, die dann in manchen Regionen wie Kalifornien, Australien oder dem Mittelmeerraum immer öfter außer Kontrolle geraten. Wir haben das in den letzten Jahrzehnten bereits erlebt, dass dieses Problem sich verschärft. Vierter Punkt: extreme Niederschläge. Die werden in einem wärmeren Klima häufiger, weil wärmere Luft mehr Wasser aufnehmen kann. Das geschieht, wenn sich die Luft über dem Meer mit Feuchtigkeit sättigen kann. Das erhöht die Gefahr von Extremniederschlägen – wie wir sie in diesem Mai und Juni bereits schon an Donau und Elbe erlebt haben. Neben den Extremereignissen wird auch der Meeresspiegel ansteigen. Je wärmer es wird, umso schneller. Das zeigt auch ein Blick in die Vergangenheit: Wir haben in den letzten 3000 bis 4000 Jahren einen weitgehend stabilen Meeresspiegel gehabt. Im späten 19. Jahrhundert hat der Meeresspiegel begonnen, deutlich anzusteigen. Wir haben seither einen weltweiten Anstieg um etwa 20 Zentimeter erlebt. Dieser Anstieg beschleunigt sich weiter; momentan liegt er etwa bei drei Zentimetern pro Jahrzehnt. Das zeigen Satellitendaten.

Der Mensch rühmt sich zwar seines Verstandes und seiner Vernunft, die womöglich im technischen und wissenschaftlichen Bereich anerkennenswert ist. Was aber das Erkennen des globalen Problems der Überbevölkerung und ihrer Folgen sowie wirkungsvolle Gegenmassnahmen dazu betrifft, da ist der Erdenmensch dümmer, bornierter und ignoranter als ein kleiner Regenwurm, der von Natur aus über kein Gehirn mit der Möglichkeit des bewussten Denkens verfügt. Durch seine zunehmende Gleichgültigkeit dem eigenen Leben und der Natur gegenüber ist der Mensch offenbar wild dazu entschlossen, seinem Leben auf dem schönen Planeten Erde ein jämmerliches, unrühmliches und schmerzhaftes sowie leidvolles Ende zu bereiten. Der Mensch weigert sich zu erkennen, dass alle bisher gegen die Erderwärmung, gegen zunehmende Naturkatastrophen, gegen Hunger, Wasserknappheit, Versteppung, das Sterben der Meere und Ozeane, die Vermüllung und Verseuchung von Erde, Luft und Wasser unternommenen Beschlüsse, Konferenzen, Gesetze und alle sonstige Massnahmen ausnahmslos völlig sinn- und zwecklose Symptombekämpfungen sind, die niemals zu dem gewünschten Ziel führen können, die Zerstörungen der Erde aufzuhalten, die Lebensbedingungen zu verbessern oder sogar den Urzustand eines harmonisches Planeten im Gleichgewicht mit der Natur und den schöpferisch-natürlichen Gesetzen und Geboten wiederherzustellen. Dies darum, weil alles Beschlüsse, bevor sie auch nur in die Tat umgesetzt werden können, sofort wieder Makulatur sind, weil inzwischen wieder viele Millionen neuer Menschen geboren werden, die die eigentliche Ursache der Übel stetig weiter vergrössern und verschlimmern.
Der Mensch verhält sich dabei wie die griechische Mythologiefigur Sysiphos, der von Hermes für seinen Frevel in die Unterwelt gezwungen wurde, wo er zur Strafe einen Felsblock auf ewig einen Berg hinaufwälzen muss, der, fast am Gipfel, jedes Mal wieder ins Tal rollt.  

Sisyphus
 
So kann auch ein Feuer nicht dadurch bekämpft und gelöscht werden, dass die sekundären Brandherde abseits des Hauptfeuers mehr schlecht als recht gelöscht werden. Solange die brennende Quelle, aus der das Öl herausquillt und sich sofort in loderndes Feuer verwandelt, nicht abgestellt wird, womit kein weiteres Öl mehr hervorsprudeln und das flammende Inferno weiter und weiter nähren kann, solange gibt es keine Rettung aus dem tödlichen Dilemma.
So kann die Lösung aller grossen Probleme des Erdenmenschen nur heissen: Weltweite, restriktive, klar geregelte und zugleich humane Geburtenkontrollen, wodurch sich die Bevölkerungszahl der Erde von derzeit über 8,6 Milliarden Menschen (Stand 31.12.2015 = 8.634.006.014 am 31.12.2015 gemäss JHWH Ptaah) wieder auf ein einigermassen erträgliches und naturnormales Mass von 1,5 Milliarden oder darunter zubewegen kann. Ideal wären gemäss Angaben der Plejaren 529 Millionen Menschen.