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Woher kommen wir - wohin gehen wir - Sinn des Lebens


Geisteslehre-Vortrag „Woher kommen wir - Wohin gehen wir - Sinn des Lebens"
von Peter Schnaible und Achim Wolf


Einleitung


Im Grunde genommen verbirgt sich hinter dieser Überschrift die Frage nach
- dem Sinn unseres Daseins
- dem Werden und Vergehen und
- dem Ursprung allen Existenten.


Es sind dies Fragen von Menschen, die sich über das normale Tagesgeschehen hinaus über die wahren Zusammenhänge des Lebens und über die gesamte Existenz der Schöpfung tiefe Gedanken machen. Die Menschen suchen nach Antworten, um für sich selbst und für ihre Mitmenschen Erkenntnisse zu sammeln, Zusammenhänge zu verstehen, das Lebens besser zu verstehen und ihr Wissen zu erweitern.


Viele Menschen haben erkannt, dass das von den Religionen und Sekten, Philosophien und Weltanschauungen, von der Politik, den Wissenschaften, - und in neuerer Zeit auch von der Esoterik -, geprägte Weltbild in vielen Punkten nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt.


Die grosse Masse der Menschheit wird durch gezielte Wahrheitsverdrehung, Irrlehren und bewusstseinsmässige Versklavung belogen, hinter das Licht geführt und ausgebeutet. Leider halten zu viele Menschen immer noch an dem ihnen suggerierten, falschen Weltbild fest und tragen dazu bei, dass Lügen, falsche Annahmen, Materialismus, Machtgier, Unlogik, Falschheit und tiefste Unwissenheit weiter gefördert und aufrecht erhalten werden.


Aufgrund der Übermacht falscher Vorstellungen und irriger Glaubensannahmen ist es sehr schwierig geworden, sich aus den Schlingen und Fallstricken des Unverstandes zu befreien. Der einzelne Mensch muss daher die Wahrheit gleich einer Stecknadel im Heuhaufen suchen. Gerade deshalb geraten sehr viele ernsthaft suchende Menschen in die Fänge von Scharlatanen und Irregeleiteten, die durch versklavende Irrlehren und Glaubenszwänge die Menschen in ihrer Weiterentwicklung blockieren, wodurch sie in ihrer Bewusstseinsevolution stagnieren.
Steht man ehrlich zu dieser Tatsache, so erkennt man auch an sich selbst, ob und in welchen dieser bewusstseinsmässigen Fesseln man noch gefangen ist. Und man erkennt, dass die weltbildprägenden Aussagen in Wirklichkeit sehr unzureichend sind, sowie Scheinwahrheiten und Widersprüche bis hin zu absurden Behauptungen beinhalten.


Die Erde steuert auf den Klimakollaps zu, und die Menschheit läuft Gefahr, sich dadurch selbst zu zerstören. Die wahre Ursachen des globalen Desasters, - nämlich die weltweite Überbevölkerung -, wurde bis heute nur von einer „Handvoll Menschen" aus der schon fast auf die 8 Milliarden Menschen angestiegenen Erdbevölkerung erkannt. Diese Unwissenheit liegt in der Fehlausgerichtetheit des Bewusstseins begründet, sowie in der Fehlgeleitetheit der grossen Masse der Menschheit.
Unvernunft, Unlogik, Wahrheitsverfälschung und Bewusstseinsversklavung müssen durch gezielte Aufklärung über den Sinn des Daseins, über die wahrliche Wahrheit und über die natürlich-schöpferischen Gesetze und Gebote bekämpft werden. Das Streben nach Wahrheit und Erkenntnis sind die Grundpfeiler der Evolution; sie geben unserer Existenz letztlich einen höheren Sinn. Nur das Erarbeiten von wirklichem Wissen und wahrlicher Wahrheit lässt uns in Weisheit erkennen, woher wir kommen und wohin wir gehen und was der Sinn unseres Lebens ist.


Hauptteil


Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!


Wenn Sie sich abends zum Schlafen hinlegen, möchten Sie dann nicht wissen, ob Sie am nächsten Morgen wieder aufwachen?
Und falls Sie das wissen wollen, - was ich annehme -, ist es dann nicht ganz natürlich und folgerichtig, dass Sie auch wissen wollen, wie es ist, wenn Sie sich eines Tages in die Arme von «Gevatter Tod» begeben, also wenn Sie sterben und dem Tod entgegengehen müssen?
Was ist überhaupt unter dem Zustand des Totseins zu verstehen?
Was ist der Tod wirklich, und gibt es ein Leben bzw. eine Existenz nach dem Tod?
Haben Sie oder hat etwas in Ihnen schon einmal oder mehrere Male gelebt?
Und was stirbt eigentlich, wenn ein Mensch sein aktuelles Leben beendet?
Wird alles von ihm restlos und für immer ausgelöscht?
Gibt es im Menschen etwas Höherwertiges, das sein eigentliches inneres Leben ist?
Existiert dieses „Etwas" in ihm auch dann weiter, wenn das Grobstoffliche, also sein materieller, fleischlicher Körper tot ist?


Fragen über Fragen, die auf Antworten drängen. Leider wollen sich die meisten Menschen nicht wirklich diesen Fragen stellen. Dabei betreffen sie doch jeden einzelnen Menschen und sind eigentlich die wichtigsten Fragen, die sich ein Mensch überhaupt stellen kann. Nämlich die Fragen nach dem Woher und Wohin des Menschen und nach dem eigentlich Sinn und Zweck des Daseins. Es sind die Fragen nach dem tiefen Sinn von Leben und Tod, und es ist die Frage, wohin wir dereinst gehen werden, wenn unser Körper nicht mehr lebt.
Manch eine bzw. manch einer unter Ihnen wird jetzt vielleicht denken, dass es doch noch bis zum Sterben Zeit habe, über diese Fragen nachzudenken, oder er bzw. sie wird sich sagen, dass man diese Fragen ja doch nicht mit absoluter Sicherheit beantworten könne.


Die Geisteslehre sagt, dass man die persönliche Auseinandersetzung mit dem Leben, zu dem auch das Sterben und der Tod gehören, keinesfalls auf eine unbestimmte Zukunft verschieben und damit die Vorbereitung auf den Tod verdrängen sollte. Das Sterben und der Tod bleiben sonst etwas Ungewisses, dem man voller Angst entgegentritt, wenn man sich nicht schon während der Zeit seines Lebens eingehend damit beschäftigt hat, was sie eigentlich sind und ob es eine Existenz danach gibt. Jeder Mensch sollte sich daher so früh wie möglich ernsthaft mit den Gesetzen des Lebens, mit dem Altwerden, dem Sterben und dem Tod beschäftigen. Die Zeugung des Menschen, das Geborenwerden, das Leben, das Sterben, der Tod und das Todesleben können nicht voneinander getrennt werden. Sie sind zusammengenommen eine Einheit und untrennbar miteinander verbunden. Der Tod ist weder der Stillstand oder das Erlöschen allen Lebens, noch der Beginn eines absoluten Nichts. Vielmehr ist er lediglich eine Station der Veränderung und ein Tor zur Wandlung in eine neue Existenzform des menschlichen Geistes.


Ist es nicht recht oberflächlich und kurzsichtig, den Menschen resp. sich selbst nur als eine zufällig zustande gekommene Anhäufung von Fleisch, Muskeln, Knochen, Nerven, Blut, Gewebe usw. anzusehen? Das menschliche Bewusstsein würde dadurch nur auf das Zusammenwirken von Säuren, Nervenzellen, Synapsen, Botenstoffen usw. im Gehirn reduziert. Durch das leise Wispern unserer inneren Stimme, durch die Bildersprache unserer Träume, sowie durch den Gebrauch von Verstand und Vernunft ahnen oder wissen wir, dass der Mensch viel mehr ist als ein Klumpen Materie, dem die scheinbar willkürlichen Kräfte und Gesetze der Evolution Leben eingehaucht haben.


Die Vertreter der Religionen und der vielen Sekten auf unserem Planeten behaupten, alle Antworten auf die existentiellen Fragen des Menschseins zu kennen. Sie mögen sich dabei fragen: „Wie kann es sein, dass es rund 3.500 Religionen und Sekten auf unserer Erde gibt, von denen jede einzelne behauptet, die alleingültige Wahrheit zu kennen und zu verkünden?" Beweist nicht dieser paradoxe Anspruch, dass die Religionen und Sekten nicht recht haben können, weil es doch nur EINE Wahrheit geben kann, genauso wie es nur EINE effektive Realität gibt, die alles Existierende in sich einschliesst?
Diese Tatsache lässt nur den logischen Schluss zu, dass die wirkliche Wahrheit nur abseits der Religionen, Sekten, Philosophien, Parteien, Weltanschauungen usw., sowie abseits der Esoterikszene zu finden ist. Nur ein freies Denken in einem freien Bewusstsein kann die nötige Neutralität und innere Freiheit aufbringen, um nach der Wahrheit zu forschen und sie zu finden. Dogmatische Glaubenssätze aber blockieren die innere Freiheit und das drängende Streben nach logischem Wissen und wirklicher Wahrheit.


Neutralität und Freiheit finden wir in der unberührten Schönheit der Natur, zumindest dort, wo noch nicht der Mensch mit all seiner Ausbeutung und seiner Gier nach Materiellem zerstörend eingegriffen und die Harmonie der Natur aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Freiheit, Frieden und Erkenntnis finden wir auch in unserem eigenen Inneren, wenn wir Neutralität üben, wodurch wir immer klarer sehen und lernen, die Dinge der Realität so wahrzunehmen, wie sie wirklich sind.


Unsere Aufgabe ist es, das Bewusstsein so weit zu schulen und zu bilden, dass wir durch eigenes Suchen, Forschen und Lernen auf die Erkenntnisse über die grossen Lebensfragen stossen. Es geht darum, dass wir aus eigener Kraft und aus eigenem Bemühen heraus Wissen und Weisheit bilden, um das Leben zu verstehen. Wir müssen selbst zu denken und zu forschen beginnen und über alles im Leben und im Universum tiefgreifend nachdenken und meditieren. Nur so können wir die grossen Wahrheiten des Lebens, des Sterbens, des Todes und die Gesetzmässigkeiten in unserem Leben erkennen.


Um nun aber zurückzukommen auf die eingangs gestellten Fragen nach dem Leben, dem Sterben und dem Tod. Die „Geisteslehre" bzw. „Lehre des Lebens" resp. „Lehre der Wahrheit" lehrt dazu, dass mit dem Sterben und dem Tod nicht alles endet. Im Leben, - zu dem auch der Tod und das sogenannte Todesleben gehören -, gibt es kein endgültiges Verschwinden. Es gibt immer nur ein Sich-Umwandeln und Verändern. Das Leben ist Werden, Vergehen und Wieder-Werden; ein Prozess, der auf natürlichen Gesetzmässigkeiten beruht. Nichts Existentes geht jemals verloren oder löst sich in Nichts auf, so auch nicht der Mensch und das, was den Menschen eigentlich ausmacht. Wenn ein Mensch das weiss und die Fakten darüber kennt, dann verschwindet auch seine Angst vor dem Sterben und vor dem Tod, weil er weiss, dass der Tod nur eine Zwischenstation im ewigen Kreislauf des Lebens ist.


Der Geist und das Gesamtbewusstsein des Menschen existieren nach dem Sterben und dem Tod des materiellen Körpers in einem jenseitigen, feinstofflichen Bereich weiter. Von dort aus kehren diese beiden Energieformen zu gegebener Zeit ins materiell gebundene Dasein zurück, in einen neuen Menschen mit neuer Persönlichkeit.


Daraus ergibt sich nun die Frage, was denn den Menschen als Mensch in seinem tiefsten Inneren ausmacht. Auch hierauf gibt die Geisteslehre eine klare und eindeutige Antwort: Das Wichtigste im Menschen ist seine sogenannte «Geistform», oder einfach sein «Geist», der ihn als unsterbliches, feinstoffliches Energiepaket am Leben erhält und der die eigentliche Kraft seines Leben ist. Der Begriff «Geistform» resp. «Geist» darf aber nicht falsch verstanden werden. Der Geist ist kein Spuk-Gespenst und auch kein aus dem Jenseits kommender, durchsichtiger Mensch in einem wallenden weissen Gewand. Der menschliche Geist ist eine Energie, die von der Schöpfung geschaffen wurde und die den Menschen als sein Innerstes belebt. Der Geist des Menschen ist quasi seine feinstoffliche Energiequelle, seine unzerstörbare innere Lebenskraft. Der Geist ermöglicht dem Menschen erst das Leben, so seinem gesamten Körper, seinem Bewusstsein mit seinen Gedanken, seiner Psyche mit ihren Gefühlen, dem vegetativen Nervensystem, das die Funktion der Organe steuert, usw. usf. Der Geist ist hochkonzentrierte feinstoffliche Energie, die von der Schöpfung, dem «Universalbewusstsein», erschaffen wurde.


Die Schöpfung wiederum, - denn das wäre sicher ihre nächste Frage -, ist nicht ein Gott in Menschengestalt, der Himmel und Erde erschaffen hat und über uns wacht und bestimmt. Götter nämlich waren und sind immer Menschen aus Fleisch und Blut, die in gewissen Dingen höher evolutioniert waren resp. sind als andere Menschen. Ein anderer Begriff für das Wort «Gott» ist «Weisheitskönig». Und Weisheit bedeutet nicht anderes als hochentwickeltes Wissen und Können in relativer Perfektion auf einem bestimmten Gebiet, z.B. in der Wissenschaft usw.


Die Schöpfung jedoch ist die grösste, intelligenteste, mächtigste und höchstentwickele Energieform im Universum. Sie ist neutrale, ungeschlechtliche und unpersönliche Energie, die die Geistformen aller Lebewesen kreiert hat und weiterhin kreiert. Die Schöpfung wird, - wie bereits erwähnt -, auch «Universalbewusstsein», «Grosse Einheit» usw. genannt und weist keinerlei Ähnlichkeit mit einem Menschengott auf, der vielmehr selbst ein Geschöpf der Schöpfung ist und ihr seine Existenz verdankt.


Die Schöpfung hat als alles kreierende Kraft seit dem Bestehen des Universums unveränderbare Schöpfungs- und Naturgesetze geschaffen, in die alles im Universum und damit auch im Leben eingeordnet ist. Neben den Ihnen bekannten Naturgesetzen, wie z.B. der Gravitation, dem Kausalitätsprinzip (Ursache und Wirkung) usw. gibt es auch geistige resp. bewusstseinsmässige Gesetze, die in unser tägliches Leben hineinwirken, und natürlich in das Werden und Vergehen des Menschen an sich.
Eines dieser Gesetze ist die Wiederverkörperung des menschlichen Geistes zusammen mit einem völlig neuen Bewusstsein in einem neuen Menschenkörper, der auf dem natürlichen Wege von einem Elternpaar gezeugt wurde.


Der Mensch ist also in seinem innersten Wesen feinstofflich und damit unsterblich. Das Teilstück Schöpfungsgeist, der Geist in ihm, ist schöpferischer Natur, und daher nicht dem Werden und Vergehen des Materiellen eingeordnet. Dies ganz im Gegensatz zu seinem Körper, der zwangsläufig altert und früher oder später stirbt.
Alles, was der Mensch sich an wirklichem Wissen, wirklicher Weisheit und wahrer Liebe erarbeitet, bleibt ihm für alle Zeiten erhalten, denn alle positiven, ausgeglichenen Werte werden unter anderem in seinem Bewusstsein und in seinem Geist gespeichert und bleiben sein unvergängliches Eigentum. Stirbt der Mensch, dann gehen sein Geist und sein Bewusstsein in die jenseitigen, feinstofflichen Gefilde ein, wo die alte Persönlichkeit abgebaut und aufgelöst wird. Aus den Daten aller bisher gelebten Persönlichkeiten seiner Geistform, also aus dem gesammelten Wissen, Können, der Weisheit und Liebe usw. aller bisherigen Leben seiner Reinkarnationslinie wird dann eine völlig neue Persönlichkeit geschaffen, die dann zusammen mit dem reinkarnierenden Geist in einem neugezeugten Menschenkörper geboren wird, sobald der Zeitpunkt für die Wiedergeburt des Geistes gekommen ist.


Jeder von uns hat also schon viele Leben als Mensch hinter sich gebracht und hat noch unzählige Leben vor sich, immer als Mensch in einem Menschenkörper und mit einem menschlichen Bewusstsein mit allem, was dazugehört, so z.B. die Psyche, das Unterbewusstsein, die Unbewusstenformen, der Charakter, die Mentalität usw.


Zu unserem eigenen Schutz verhindern es die Naturgesetze, dass wir uns an die früheren Persönlichkeiten unserer Geistform erinnern können. Wir würden mit der Flut an Informationen einfach nicht zurechtkommen und könnten unser Leben im Hier und Jetzt mit allen seinen Aufgaben, Herausforderungen und Problemen nicht bewältigen, wenn wir Zugang zu diesen Informationen hätten. Die Erinnerung an frühere Leben ist uns noch nicht möglich, weil wir die dazu notwendigen Fähigkeiten und Kräfte noch nicht erarbeitet und in uns aufgebaut haben. Nur auf diese Art und Weise können wir jedes Leben frei, unbelastet und völlig neu beginnen und ganz neues Wissen, neue Kräfte und Fähigkeiten aufbauen. Eine Rückerinnerung an frühere Leben wäre daher nur schädlich und sogar mit der Gefahr verbunden, Schaden im Bewusstsein zu nehmen, also verwirrt oder wahnsinnig zu werden.


Es gibt keinen Himmel und keine Hölle im religiösen Sinne, denn Himmel und Hölle sind Zustände in der Psyche des Menschen, die er sich selbst durch die Wirkungen seiner Gedanken, Gefühle und Handlungen erschafft. Himmel und Hölle sind keine Orte des ewigen Paradieses oder der ewigen Verdammnis, in denen Engel resp. der Teufel warten, denn diese Orte existieren in Wirklichkeit nicht. Letztendlich dienen diese Vorstellungen nur dazu, den Menschen eine imaginäre Belohnung für ihre demütige Gläubigkeit vorzugaukeln, oder aber, - im Falle der Hölle und des ewigen Fegefeuers -, ihnen Angst und Furcht einzujagen, um über sie bestimmen und herrschen zu können. Denn Glauben bedeutet ja nicht Wissen, und nur ein wissender Mensch kann sich befreien von der Angst vor dem Tod, wodurch er nicht mehr durch Strafandrohungen durch die rächende Hand eines imaginären Gottes oder des nicht existierenden Teufels eingeschüchtert werden kann.


Ebenso irrig ist die Lehre des Karmas, nach der ein Mensch für die Taten der vorherigen Persönlichkeiten seiner Geistform bestraft werden soll. Das ist allein schon deshalb unmöglich, weil ja jede Persönlichkeit von Leben zu Leben völlig neu und unbelastet geschaffen wird und mit den vorigen Persönlichkeiten der Geistform nichts mehr gemein hat, ausser natürlich die sie belebende Kraft des Geistes. Jeder Mensch trägt die positiven und negativen Folgen seines Denkens, Tuns und Wirkens im aktuellen Leben. Endet dieses Leben, dann erlischt auch die Persönlichkeit. Ein Übertragen von Belohnung oder Schuld im religiösen Sinne von einer Persönlichkeit auf eine andere Persönlichkeit ist also unsinnig und ausgeschlossen. Die Idee des Karmas beruht also auf einer falschen Sichtweise der Dinge und auf der Unkenntnis der wirklichen Gesetzmässigkeiten um das Leben, das Sterben, den Tod und die Wiedergeburt.


Sie werden sich nun fragen: „Wozu denn nun das Ganze, was ist der Sinn des Lebens und der vielen Wiedergeburten des Geistes"?
Die Antwort ist ebenso einfach wie natürlich, ganz im Gegensatz zu den verwirrenden Behauptungen der meisten Religionen, der Sektengurus, Philosophen, Naturwissenschaftler usw., denen die Geisteslehre nicht bekannt ist. Das Ziel des Menschen ist es, seinen in ihm wohnenden Geist über fast unendlich viele Reinkarnationen in immer neuen Persönlichkeiten so hoch zu entwickeln bzw. zu evolutionieren, dass er dereinst in vielen Millionen resp. Milliarden von Jahren in die Schöpfung einkehren, mit ihr verschmelzen und also in sie zurückkehren kann. Dadurch kann sich die Schöpfung selbst wiederum ein kleines Stück weiter und höher evolutionieren.


Im Prinzip nimmt dieser Vorgang bzw. dieses Naturgesetz niemals ein Ende. Denn auch die Schöpfung selbst ist nicht vollkommen und entwickelt sich ständig weiter. Das Leben des Menschen kann mit einer langen Reise durch Raum und Zeit sowie durch das Diesseits und das Jenseits verglichen werden, während der sein Geist und sein Gesamtbewusstsein in immer neuen Menschenkörpern und immer neuen Persönlichkeiten sehr viel lernen, wodurch sie sich immer mehr verbessern und in jeder Hinsicht evolutionieren.
Der menschliche Geist ist etwas ganz Spezifisches und kann niemals in einem animalischen oder faunaischen Körper, also in Tieren oder Pflanzen, reinkarnieren, wie es beispielsweise der Buddhismus und der Hinduismus behaupten. Nur der Mensch hat ein evolutionsfähiges Bewusstsein und einen evolutiven Geist, und diese sind nur zusammen in einem menschlichen Körper mit seinem menschlichen Gehirn inkarnationsfähig. Pflanzen und Tiere sind zum grössten Teil rein instinkt- und triebgesteuert und haben nicht die Möglichkeit, sich in selbstbewusster Initiative zu evolutionieren. Der Mensch dagegen hat seinen Verstand und seine Vernunft, die er bewusst und gezielt heranbilden und einsetzen kann, um sich stetig zu verbessern und um immer mehr Wissen, Weisheit und Liebe zu sammeln.


Noch etwas sollten Sie wissen: Wir Erdenmenschen sind nicht die einzigen Menschen, die im Universum existieren. Wir sind nur eine von vielen Menschheiten, die in den Weiten des Weltenraumes verstreut sind. Manche davon beherrschen die interstellare Raumfahrt, manche nicht. Viele sind höherentwickelt als wir, andere wiederum leben in einem niedrigeren Entwicklungsstadium. Tatsache ist aber, dass der Mensch eine Kreation der Schöpfung ist und als solche universumweit existiert, lebt, sich entwickelt und evolutioniert, ob Sie das nun wahrhaben wollen oder nicht.


Unser Vortrag würde zu weit führen, wenn wir auf alle Fragen und Aspekte eingingen, die mit den dargelegten Themen zusammenhängen. Daher hoffen wir, Ihnen in der Kürze der Zeit wenigstens einige interessante Einblicke gegeben zu haben, Einblicke in das weite Feld der sogenannten «Lehre des Geistes» resp. in die «Lehre des Lebens» oder «Schöpfungslehre», wie sie die FIGU, eine nichtgewinnbringende, freie Interessengemeinschaft allen interessierten Menschen anbietet. Das in dieser Lehre enthaltene, für jeden Menschen logisch nachvollziehbare Wissen umfasst alle Lebensbereiche und ist sehr ausführlich und in klarer Sprache in den vielen Büchern, Schriften, DVDs, CDs, usw. der FIGU festgehalten. In der ausgelegten Preisliste finden Sie eine Übersicht über alle Bücher, Schriften und sonstigen Produkte der FIGU. Ausserdem haben wir Musterbücher und Musterexemplare von Schriften ausgelegt, die Sie bei Interesse gerne einsehen können.


Für die Dauer der verbleibenden Zeit des heutigen Abends kommen wir nun zu Ihren Fragen, die wir nach unseren Möglichkeiten und unserem Wissen gerne beantworten.


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


HINWEIS: Die FIGU-Studiengruppe Süddeutschland hält diesen Vortrag gerne im süddeutschen Raum in der Öffentlichkeit ab, sofern Sie den Vortrag organisieren möchten (geeigneter Raum, Technik, Werbung usw.). Bitte melden Sie sich gegebenenfalls per Kontaktformular. Vielen Dank.


(Kopierecht: FIGU-Studiengruppe Süddeutschland, http://de.figu.org)