Hat der Mensch einen freien Willen?

von Achim Wolf, Deutschland

Sehr viele Menschen und auch sehr viele Studierende der Schöpfungsenergielehre gingen vermutlich bisher davon aus, wirklich einen freien Willen in dem Sinne zu haben, jederzeit richtig im schöpferisch-natürlichen Sinne in Logik und innerer Freiheit so entscheiden zu können, dass jeweils das Richtige, Gute und den schöpferischen Gesetzen und Geboten Entsprechende getan werden könne. Wenn wir uns selbst gegenüber ehrlich sind, sind wir noch lange nicht soweit, wirklich absolut frei und unbeeinflusst von den vielfältigen Einflüsterungen, Versuchungen, Verlockungen, Verlangen und Begierden unserer tiefverwurzelten Triebe und Leidenschaften und losgelöst vom in uns lauernden Bösen in Form von Hass, Wut, Jährzorn, Rachegelüsten, Neid, Eifersucht, Missgunst, Gewaltneigung usw.  entscheiden und handeln zu können. Dies würde bedingen, jederzeit die aus dem Unterbewusstsein und den Unbewusstenformen resp. aus dem Gehirn aufsteigenden Kräfte, Mächte, Bindungen, Abhängigkeiten, Zwänge usw., aber auch Euphorien, Illusionen, Enthusiasmen, Wunschbilder, Wahnvorstellungen etc. unter ständiger Beobachtung und Kontrolle zu haben, so dass sie beim ersten impulsmässigen Anzeichen wahrgenommen, erkannt und noch vor ihrem Ausbruch neutralisiert bzw. wieder besänftigt, beruhigt, kontrolliert und aufgelöst werden können.

Sehr oft lassen wir uns von Gefühlswallungen, Ängsten, Hoffnungen, Begierden, durch Suggestionen von aussen und innen und von den Beeinflussungen der Mitmenschen, der Medien, der Regierungen, der Politik, der Religion und von noch vorhandenen Glaubensvorstellungen in vielerlei Lebensbereichen unbewusst beeinflussen, steuern, herumschubsen und in eine beabsichtigte Richtung drängen. Wir lassen uns zu Gedanken, Gefühlen, Emotionen und Taten hinreissen, die wir ‹eigentlich› im Nachhinein betrachtet so nicht bewusst gewollt hätten, wenn wir im betreffenden Moment wirklich frei in unserer Entscheidung gewesen wären. Es stellt sich dann die Frage: «Warum habe ich etwas getan, was ich nicht wollte?», wobei die Frage eigentlich lauten müsste: «Warum habe ich etwas getan, was ich im Besitz des freien Willens, in freier Entscheidung und nach reiflicher Überlegung niemals gewollt und getan hätte?». Die Antwort liegt auf der Hand: Eben, weil die in dem kurzen Moment auf das Bewusstsein und das Gehirn von innen und aussen einströmenden grossteils unbewussten Kräfte, Mechanismen und Zwänge verschiedener Art die Kontrolle über mich übernommen und mir den freien Willen aus der Hand gerissen haben bzw. diesen von vornherein unterbunden haben. In Wirklichkeit haben fremde Fluidalkräfte – als solche können sie wohl auch benannt werden –  aus dem Äusseren und dem eigenen Inneren des Bewussten, des Unbewussten, des Gehirns und aus der äusseren Umwelt mich wie eine Marionette hin- und herzappeln lassen, die von einer fremden Macht wie an Fäden gezogen dirigiert wird und zum Augenblick ihrer Fremdbestimmung keinen eigenen, freien Willen hat.
Den freien Willen muss sich jeder Mensch also erst selbst erarbeiten, und zwar durch ständige Achtsamkeit und Wachsamkeit in Richtung des eigenen Mentalblockes sowie aller Ausseneinflüsse, wobei ihm viele davon gar nicht gewahr sind und also unbewusst auf ihn einwirken. Durch regelmässiges Meditieren und objektives, wertfreies Reinbeobachten der eigenen gedanklich-gefühlsmässigen Regungen, Emotionen, Empfinden, Begierden, Triebe usw. usf. muss der Mensch zuerst lernen, diese überhaupt wahrzunehmen, wonach er sich deren Natur und Macht auf ihn bewusstmachen kann, um sie dann im Ruhezustand der Reinbeobachtung und des inneren Klarblickes zu neutralisieren resp. aufzulösen. Dies kann nicht auf die Schnelle bzw. durch sporadisches Üben und In-sich-Gehen erreicht werden, sondern ist ein lebenslanger Lernprozess, allerdings ein höchst lohnenswerter und evolutiver Prozess der Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung zum wahren Menschen hin, der wirkliche innere Freiheit, Frieden, Weisheit und Liebe in sich trägt.
Schlussfolgerung: Der freie Wille des Menschen ist, entgegen der wirren Behauptungen vieler Naturwissenschaftler und Philosophen von eigenen Gnaden, keine Illusion und kein Ding der Unmöglichkeit, denn der Mensch ist als Kreation der schöpferischen Energie ein vollkommenes Selbstwerkzeug und verfügt über ein selbstevolutives Bewusstsein, das durch ausdauerndes Meditieren, durch Achtsamkeit und praktizierte Selbstkontrolle auf der Grundlage des Wissens der Schöpfungsenergielehre den freien Willen nach und nach erarbeiten und zur Entfaltung bringen kann. Die wahre innere Freiheit ist wie alle schöpferischen Werte impulsmässig in der schöpferischen Lebensenergie des Menschen angelegt und drängt in ihm nach aktiver Verwirklichung. Um wirklich und wahrhaftig frei in seinem Entscheiden und Handeln zu sein, muss er auch diesen hohen Wert täglich üben und ihn durch lebenslanges Lernen eigens zum bleibenden Besitz erarbeiten. Ohne die Möglichkeit, sich einen freien Willen aus eigener Kraft und durch selbständiges Bemühen zu verwirklichen, wäre das Leben jedes einzelnen Menschen sinnlos, denn er wäre allein den wechselnden Mächten und Einflüssen von Aussen resp. aus seinem eigenen Inneren ausgeliefert und könnte weder bewusst entscheiden noch etwas aus eigenem Wollen und Können heraus für sich erarbeiten, erschaffen und kreieren. Der schöpferisch-energetische Impuls für die Kreation des Menschen zum Zweck seiner individuellen Evolution und als wertvoller Beitrag zur Gesamtevolution der Schöpfung-Universalbewusstsein wäre zwecklos geblieben. Das aber ist undenkbar, denn die Schöpfungsgesetze fundieren in absoluter Logik. Daher ist auch der Mensch ein Produkt der schöpferischen Logik, ihrer Weisheit und ihrer Liebe, auf der alles Leben gründet und die alles in sich einschliesst.
Abschliessend sei BEAM zitiert, der beim 802. offiziellen Kontakt über den freien Willen des Menschen und den Weg dorthin folgende wertvolle Worte gesprochen hat.

Auszug aus dem 802. Kontakt vom Donnerstag, 12. Mai 2022, 7.52 Uhr

Billy: Ja, das weiss ich alles von Semjase her, denn schon sie hat mir alles erzählt. Auch Sfath, dein Vater, hat mir schon viel gesagt, und so weiss ich auch, dass die Plejaren früher Kriegervölker waren und erst vor einiges mehr als 52'000 Jahren durch das Erscheinen der Kugel friedlich wurden, was ihr dann in der ganzen Föderation durchsetzen konntet. Schön wäre es, wenn das auch auf der Erde so sein oder werden könnte, doch das zu hoffen wäre eben illusorisch. Allein 10 Milliarden Menschen, die es auf dieser Welt bald sein werden, wovon rund deren 14'000 pro Jahr durch die Umweltverschmutzung sterben, wie du letztes Jahresende sagtest, ist ein riesiges Problem, denn das Gros dieser Menschheit ist leider tief im Charakter noch auf Mord und Totschlag eingestellt, was bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit nach aussen zum Ausbruch kommt. Niemand lehrt sie, dass sie sich bewusst zum Guten ändern müssen, dass sie sich bezüglich ihrer tief in ihrem Charakter lauernden bösen Ambitionen selbst und bewusst unter Kontrolle bringen müssen, um wirklich Mensch zu werden. Es ist mir schon seit Sfaths Zeiten bewusst, dass der sogenannte ‹freie Wille› des Menschen absolut illusorisch und dieser also nicht vorhanden ist, denn wahrheitlich muss er sich diesen selbst erschaffen, denn er ist ihm nicht naturmässig vorgegeben. Ausserdem drängen von aussen viele Einflüsse auf ihn ein, die ihm den freien Willen derart abwürgen, dass er diesen unmöglich einfach haben kann, folglich er ihn hart erarbeiten muss, was ihm aber nur möglich ist, wenn er sich unter seine absolute Eigenkontrolle zu bringen vermag. Das aber bedeutet, dass er sich in jeder erdenklichen Beziehung nach aussen abschotten und alle seine tief in seinem Charakter angelagerten bösen, falschen und also negativen Ambitionen derart weit bewusst und tiefgreifend abbauen muss, dass sie nicht mehr unbewusst nach aussen durchbrechen und Unheil anrichten können.
Nun, der Mensch glaubt, dass er in dieser und jener Weise frei entscheiden könne, doch gehen den bewussten Beschlüssen immer bestimmte Prozesse voraus, die determiniert resp. vorgehend festgelegt sind, wie z.B. durch vorgegebene Regeln, Befehle, Verhaltensweisen oder Gesetze usw. Der freie Wille resp. die Willensfreiheit, so habe ich bei Sfath gelernt, ist, dass nicht eine bewusste Entscheidung des Willens das Handeln des Menschen bestimmt, sondern eine unbewusste Aktivität des Hirns, was bedeutet, dass dieses kausal resp. in bezug auf Ursache und Wirkung abhängig ist und dementsprechend reagiert. Wird dies nicht bewusst kontrolliert, dann ergibt sich, dass die tief im Charakter angelagerten Ambitionen blitzartig nach aussen durchbrechen und die entsprechende Handlung auslösen, was in der Regel Ambitionen des Schlechten, Bösen, Negativen und des Mordes und Totschlags, des Hasses, der Rache und Vergeltung, des Krieges und Unfriedens usw. sind. Auch Machtgier, Herrschsucht, Geltungssucht, Profiliersucht, Eifersucht, wie auch jede andere Sucht und alles sonst Persönlichkeits- und Charakterschädliche und auch Ausseneinflüsse jeder Art usw. sind darin eingeschlossen und kommen sofort bei der geringsten unbewussten Aktivität resp. Regung des Hirns zum Durchbruch und lösen die darin festgelegte Handlung aus. Wird diese tief im Charakter lagernde Ambition jedoch nicht bewusst kontrolliert und neutralisiert, dann erfolgt zwangsläufig die Aktivierung eines Impulses im Hirn, folglich sich unweigerlich die entsprechende Handlung ergibt. Dadurch ergibt sich, dass der Mensch keine Willensfreiheit hat resp. keinen freien Willen, weil die tief im Charakter abgelagerten negativen Ambitionen – auch die positiven – nicht kontrolliert abgebaut wurden und also durch eine unbewusste Aktivität des Hirns in der Regel bösartig zum Durchbruch kommen. Diese jedoch kontrollierend zu beheben, dass sie aufgelöst und neutralisiert werden, bedarf des Menschen bewusster Kontrolle, die er sich mühsam aneignen muss in der Weise, dass er selbst und willentlich bestimmt, diese Kontrolle auf sich zu nehmen und wider alle anderswollenden Aktivitäten des Hirns positiv den eigenen freien Willen zur Geltung zu bringen, und zwar eben in der Art und Weise, dass diesbezüglich eine persönliche Willensfreiheit gegeben ist, die sich nicht durch eine unbewusste selbständige Aktivität des Hirns, sondern kontrolliert selbstwillentlich steuern lässt. Geschieht das aber nicht, dann brechen durch eine unbewusste Aktivität des Hirns automatisch die tief im Charaktergrund eingelagerten bösen, schlechten und negativen Ambitionen durch, wie eben Hass, Rache- und Vergeltungsgebaren, Mord und Totschlag und alles Böse überhaupt, was der Mensch nicht bewusst und willentlich unter Kontrolle gebracht und aufgelöst hat und derart kontrollierend beherrscht, dass sie durch keinerlei Regungen, Ausseneinflüsse, Emotionen usw., noch durch eine Aktivität des Hirns ausgelöst werden. Und dieser Vorgang zur Kontrolle, und dass Logik, Verstand und Vernunft zum Zug kommen können, bedarf dessen, dass sich der Mensch das schafft, was seine Willensfreiheit wirklich ist, denn dies allein gewährleistet das, was er als ‹freien Willen› und ‹Willensfreiheit› erarbeiten kann. Das ist die einzige Art des freien Willens, die der Mensch wirklich hat, denn eine andere Willensfreiheit ist ihm nicht gegeben, und diese muss er sich selbst erarbeiten.

Symbole FREIHEIT und WILLE

* Erschienen in der "Stimme der Wassermannheit" Nr. 218, März 2026, Wassermannheitverlag der FIGU